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Nordwestmecklenburg Ollndorferin absolviert Auslandseinsatz mit Sozialcharakter
Lokales Nordwestmecklenburg Ollndorferin absolviert Auslandseinsatz mit Sozialcharakter
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10:50 25.07.2016
Isabel von Boetticher will sich in den USA sozial engagieren. Quelle: jl

Isabel von Boetticher aus Ollndorf setzt sich nach ihrer Zeit am Gymnasium für andere Menschen ein. „Ich habe mir überlegt, ins Ausland zu gehen und etwas Soziales zu machen“, erklärt die Abiturientin des Lübecker Johanneums. Sie nennt das Ziel des Projekts: „Es geht darum, Behinderte zu integrieren.“

Die Einsatzstelle, bei der sie sich erfolgreich beworben hat, befindet sich in den USA – etwa anderthalb Stunden von Boston entfernt in einer ländlichen Gegend New Hampshires. „Es besteht aus etwa 30 Personen, von denen die Hälfte psychische beziehungsweise physische Einschränkungen besitzen“, sagt die 19-Jährige über das Projekt der internationalen Camphill-Bewegung. Diese kümmert sich vorwiegend um Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die wegen unterschiedlicher Behinderungen einer besonderen Betreuung benötigen. Jedes Jahr kämen Freiwillige aus verschiedenen Ländern, um dort für eine Zeit zu wohnen und zu lernen. Der Alltag in der Gemeinschaft besteht aus Workshops, landwirtschaftlichen Arbeiten auf dem hauseigenen Hof und gemeinsamen Mahlzeiten.

Die Organisation „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ unterstützt die Ollndorferin und andere Freiwillige, indem sie zahlreiche junge Erwachsene in ausgewählte Einsatzstellen in vielen Ländern vermittelt. „Vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt wird der Freiwillige begleitet, indem er mehrere Seminare besucht und in jedem möglichen Anliegen einen Ansprechpartner hat“, erklärt Isabel von Boetticher. Um unabhängig von finanziellen Hintergründen jedem Jugendlichen die Auslandserfahrung zu ermöglichen, werde ein Spendentopf eingerichtet. Jeder Freiwillige sei aufgefordert, eine gewisse Summe zum Fonds beizutragen. Der finanzielle Beitrag solle sich aus Spenden zusammensetzen, die von Freiwilligen gesammelt werden – in nahe gelegenen Firmen und im Bekanntenkreis beispielsweise. Darum hat sich auch die Ollndorferin bemüht. An dem, was sie ab Ende August in einem Jahr in den USA erlebt, will sie andere Menschen teilhaben lassen. Sie kündigt an: „Alle zwei Monate will ich einen Bericht verfassen.“

Jürgen Lenz

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