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Orkan hat für zusätzliches Brennholz gesorgt

Boltenhagen/Kalkhorst Orkan hat für zusätzliches Brennholz gesorgt

Boltenhagens Bauhof kann einige Pappelstämme anbieten / Massen an Ästen werden jetzt in den Kommunen geschreddert.

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Mitarbeiter von Boltenhagens Bauhof zersägen eine im Orkan umgestürzte Kastanie.

Quelle: Fotos: (2) Karl-Ernst Schmidt, (1) Malte Behnk

Boltenhagen/Kalkhorst. Der Orkan, der in der vergangenen Woche vor allem Teile des Klützer Winkels getroffen hat, beschäftigt die Gemeinden noch immer. Nachdem die Feuerwehren die akuten Gefahren beseitigt sowie Straßen und Wege geräumt hatten, sind nun vor allem die Bauhofmitarbeiter gefragt. Unmengen an Ästen und etliche Baumstämme müssen noch aus den Ortschaften entfernt werden. „Die Folgen des Orkans sind jetzt eine zusätzliche Herausforderung neben den alltäglichen Aufgaben wie Strandreinigung und Müll sammeln“, sagt Boltenhagens Bauhofleiter Wilfried Nix. Direkt nach dem Sturm, der mit 156 Stundenkilometern über den Klützer Winkel gefegt war, waren nur grobe Aufräumarbeiten möglich gewesen. „Wir haben zum Teil auch nur die Wege freigemacht und Äste beiseite geschoben. Jetzt räumen wir vom Zentrum her alles auf. Im Kurpark ist schon alles fertig“, sagt Nix. Im Kurpark waren zwei große Pappeln und eine Akazie fast auf die Bühne gefallen. „Vor allem die stark belaubten Bäume haben dem Wind eine große Angriffsfläche geboten“, sagt Nix.

LN-Bild

Boltenhagens Bauhof kann einige Pappelstämme anbieten / Massen an Ästen werden jetzt in den Kommunen geschreddert.

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Die Bäume in Boltenhagen werden übrigens regelmäßig vom Amt mit einem Sachverständigen und von der Forst auf Totholz überprüft. Daraufhin werden dann Baumpflegemaßnahmen durchgeführt. Mit den vielen umgestürzten Bäumen ist im Ostseebad jetzt eine Menge Holz angefallen, für das auf dem Bauhof gar nicht genug Platz ist. „Bis zu einem Durchmesser von 20 Zentimetern häckseln wir alles“, sagt Wilfried Nix. Dickere Stämme könnten über das Amt Klützer Winkel von Privatleuten gekauft werden. „Da liegt der Preis etwa bei 15 Euro pro Festmeter“, sagt Nix. Allerdings handele es sich hauptsächlich um dicke Pappelstämme. Wer Interesse an dem Holz hat, soll sich an das Amt Klützer Winkel wenden. „Über das Amt würde auch die Bezahlung laufen.“

Nicht nur das Ostseebad Boltenhagen wurde vom Orkan stark getroffen. Auch durch die Gemeinde Kalkhorst blies der Sturm und hinterließ Schäden. „Auch wir hatten erhebliche Schäden“, sagt Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK), der der Feuerwehr sehr dankbar ist. „Sie haben in Boltenhagen ausgeholfen und waren auch bei uns im Dauereinsatz. Ich glaube es wurden 36 Einsätze gefahren“, sagt Neick anerkennend.

Besonders stark habe es in seiner Gemeinde die Ortsteile Hohen Schönberg und Elmenhorst getroffen. „Teilweise sind Linden umgeweht, die mehr als hundert Jahre alt waren“, sagt der Bürgermeister. Um solche alten Bäume sei es besonders schade. Mit den Aufräumarbeiten seien die Gemeindearbeiter wahrscheinlich noch den Rest der Woche beschäftigt. „Um vier ganz große Bäume können wir uns nicht selber kümmern und haben eine Firma damit beauftragt. Die nimmt aber auch das Stammholz mit“, sagt Neick. Somit wird in der Gemeinde Kalkhorst nicht allzu viel Brennholz anfallen. „Das meiste werden wir schreddern.“

Auch die Stadt Klütz und ihre Ortsteile wurden vom Orkan nicht verschont. „Wir haben viele Schäden, zum Glück vor allem an Bäumen“, sagt Bürgermeister Guntram Jung (CDU). „Es sind gar nicht so viele Bäume umgestürzt, aber es ist viel abgebrochen und hängt zum Teil noch in den Bäumen“, schildert er. Die Stadt hat speziell für die Folgen des Sturms eine Gartenbaufirma beauftragt, die jetzt alle Schäden abarbeitet. „Das wird sicherlich zusätzliche Kosten verursachen, weil der eigentliche Baumschnitt sonst im Herbst erfolgt“, sagt Jung, kann aber noch keine Beträge nennen. Einnahmen aus dem Verkauf von Holz wären aber in Klütz willkommen. Interessenten sollen sich an das Amt wenden. Großes Lob hat Jung für die Klützer Feuerwehr. Zum Dank will er sich an deren Sommerfest beteiligen.

Malte Behnk

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