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Nordwestmecklenburg Pflegestationen für die Menschen in den Dörfern
Lokales Nordwestmecklenburg Pflegestationen für die Menschen in den Dörfern
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20:50 14.06.2017
In der ehemaligen Dorfschule vor den Toren der Stadt Lida wird eine Pflegestation eingerichtet mit Möbeln aus Nordwestmecklenburg. Quelle: Fotos: Prochnow

Die Fahrt der Grevesmühlener Lidahilfe in diesem Frühjahr liegt erst wenige Tage zurück. Und trotzdem füllen sich bereits wieder die Lagerräume auf dem Gelände des Fahrzeugservice Grevesmühlen im Degtower Weg. Firmenchef Norbert Koch ist der Kopf der Initiative, die im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. 1993 hatten mit Claus Adamoschek und Peter Wulff zwei Grevesmühlener erstmals einen Hilfstransport nach Weißrussland auf die Beine gestellt.

Die Lidahilfe in Grevesmühlen ist seit 24 Jahren im Einsatz / Zurzeit unterstützt sie den Aufbau der Altenpflege.

Heute ist die Lidahilfe ein ehrenamtliches Logistikunternehmen. Zweimal pro Jahr rollen mehrere Lastwagen mit Hilfsgütern, darunter vor allem Kleidung, Betten, Möbel und medizinische Ausrüstung, nach Lida. „Wir beliefern das Sozialamt der Stadt Lida, den Behindertenverband, die psychiatrische Kreisklinik und Schulen“, erklärt Norbert Koch. „Dass wir zweimal pro Jahr fahren, hängt vor allem damit zusammen, dass wir so viele Spenden bekommen, dass wir an unsere Kapazitäten bei der Lagerung stoßen. Und die Menschen brauchen die Sachen.“

Mehr als 30 aktive Mitglieder zählt die Lidahilfe, in den vergangenen 24 Jahren haben mehr als 100 Männer und Frauen aus Nordwestmecklenburg die Transporte begleitet. Neben dem festen Stamm an Fahrern nehmen die Helfer auch Freiwillige mit, die sich für die Lidahilfe interessieren. Im vergangenen Jahr saß auch Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler mit auf einem Lkw.

Die Stunden, die Norbert Koch mit diesem Ehrenamt ans Bein bindet, hat er nie gezählt. „Das lohnt auch nicht, wir sind eine tolle Truppe, die Lidahilfe hat in Weißrussland eine große Bedeutung, und die Spendenbereitschaft nimmt eher zu als ab“, so Norbert Koch. Einer, der seit einige Jahren mit dabei ist, ist Danilo Kuhnert. Olli, wie der Unternehmer aus Wismar genannt wird, ist eines der Beispiele dafür, wie die Lidahilfe funktioniert. Seit Jahren fährt er Hilfstransporte nach Lettland, durch Zufall stieß er auf die Initiative aus Grevesmühlen – und blieb dabei. „Es gibt so viele Sachen, die bei uns nicht mehr gebraucht werden und die in Lettland und Weißrussland dringend benötigt werden. Deshalb mache ich das.“ Olli – Typ rauhe Schale, großes Herz – opfert jede freie Minute für die Hilfsaktionen. „Wichtig ist, dass wir alle an einem Strang ziehen. Die Lidahilfe ist eine gute Truppe.“

Die Lidahilfe

1993 rollt der erste Hilfstransport von Grevesmühlen nach Lida in Weißrussland. Peter Wulff übernimmt die Leitung.

Norbert Koch ist heute der Kopf der Initiative Lidahilfe, die ihren Sitz in Grevesmühlen hat. Der nächste Transport startet am 6. Oktober, im kommenden Frühjahr feiert die Initiative ihr 25-jähriges Bestehen. Vom 4. bis zum 12. Mai 2018 ist die Frühjahrsfahrt geplant.

Am Sonnabend, 17. Juni, steht das Team der Lidahilfe auf dem Stadtfest in Grevesmühlen.

Online: www.lida-hilfe.de und www.facebook.com/lidahilfe

LN

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