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Nordwestmecklenburg Pläne für Bahnhof geraten ins Stocken
Lokales Nordwestmecklenburg Pläne für Bahnhof geraten ins Stocken
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00:00 16.10.2012
Nordwestmecklenburg

Verwaltung, Bürger und Handwerker stehen in den Startlöchern, doch wann mit den Arbeiten am Grevesmühlener Bahnhof begonnen werden kann, ist auch einen Monat nach dem geplatzten Beurkundungstermin für den Verkauf an die Stadt noch immer unklar.Die Worte „Verzögerung“ und „Absage“ sowie hohe Eurobeträge bestimmen die Berichte über den Bahnhof in Grevesmühlen und die Bemühungen der Stadt, das 140 Jahre alte Gebäude und dessen Umfeld von der Deutschen Bahn AG zu kaufen. Erst am 19. September hatte die Bahn einen Termin zur Beurkundung des Verkaufs bei einem Notar abgesagt. Es habe eine Datenpanne im System der Bahn gegeben. Das habe einer internen Prüfung bedurft und die Bahn habe sich ausdrücklich für die Absage entschuldigt. Das bestätigt Erich Reppenhagen, der als Vorsitzender des Bauausschusses und als Mitarbeiter der Leader-Geschäftsstelle in Grevesmühlen seit Beginn mit dem Thema beschäftigt ist. „Die Bahn hat zudem unser Konzept und die Bemühungen mit dem Bürgerbahnhof gelobt“, fügt Reppenhagen hinzu. Im Wettbewerb des Landwirtschaftsministeriums hatte Grevesmühlen sein Projekt „Jugend versteht Bahnhof“ vorgestellt, das die Umnutzung des maroden Bahnhofgebäudes zu einem Jugendtreff und Hostel vorsieht. Aufgrund dieses Konzeptes wurden Fördermittel für Grevesmühlen bewilligt. Gestern sollte es nun neue Erkenntnisse zum Zeitplan geben, der durch die Absage der Bahn am 19. September wohl wieder verändert werden muss. Bauamtsleiter Lars Prahler hatte ein Gespräch mit Vertretern der Bahn dazu. Inzwischen, einen Monat nach dem geplatzten Notartermin, sollte bei der Deutschen Bahn AG eigentlich alles geklärt sein. Hieß es doch nach dem gescheiterten Termin, man brauche nur ein paar Tage, um alles zu klären. Doch bis Redaktionsschluss gab es gestern keine neuen Erklärungen zum endgültigen Abschluss des Kaufvertrags.Die immer wieder auftretenden Verzögerungen um den Kauf des Bahnhofes hatten schon vor einigen Wochen dazu geführt, dass Grevesmühlen die bereits am 17. September von Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) per Bescheid überreichten Fördermittel von 400 000 Euro streitig gemacht wurden. Parchim, im Wettbewerb der Leader-Gruppen einige Plätze hinter Grevesmühlen gelandet, wollte die Summe für sich beanspruchen – mit der Begründung, dass der Förderbescheid übergeben wurde, obwohl Grevesmühlen den Kaufvertrag für den Bahnhof noch gar nicht abgeschlossen hatte. Doch bei der Bewilligung der Fördermittel hatte das Konzept „Jugend versteht Bahnhof“ nun einmal überzeugt. Es schlägt unter anderem vor, im Bahnhof den Jugendklub zu etablieren und ein Jugendhotel für Rucksackreisende und Fahrradtouristen einzurichten. Um das umzusetzen, sind dringend Sanierungen an dem Gebäude von 1870 notwendig, die insgesamt voraussichtlich etwa 2,5 Millionen Euro kosten werden.

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