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Nordwestmecklenburg Platz für Asylbewerber in Klütz
Lokales Nordwestmecklenburg Platz für Asylbewerber in Klütz
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21:17 08.12.2015
So leer wird die alte Kita vermutlich nicht bleiben. Quelle: Malte Behnk

Klütz. Seit dem 13. November ist es still in der ehemaligen Klützer Kita und auf dem Außengelände, das zuvor noch bis zu 100 Flüchtlinge bevölkert hatten. Seit dem 1.

Oktober waren sie in dem Gebäude untergebracht. Jetzt steht es leer.

„Wir haben mit dem Land einen Mietvertrag und ich gehe davon aus, dass wir mindestens bis 31. Dezember Miete vom Land bekommen“, sagt Klütz‘ Bürgermeister Guntram Jung. Das Land habe den Vertrag eigentlich zum 1. Dezember auflösen wollen, das hatten die Stadtvertreter aber abgelehnt. Eigentlich gelte der Mietvertrag sogar bis zum 30. September 2016, aber auf einen Rechtsstreit mit dem Innenministerium wolle Guntram Jung es nicht ankommen lassen. Stattdessen hofft er, dass der Landkreis den Mietvertrag mit der Stadt übernimmt und die alte Kita weiter nutzt. Dafür gebe es Signale.

Auf Nachfrage hat Landrätin Kerstin Weiss (SPD) das bestätigt: Der Kreis hat Interesse an der alten Kita. „Es ist beabsichtigt, das Gebäude als vorübergehende Unterkunft für Asylbewerber zu nutzen, bis angemietete und eingerichtete Wohnungen bezogen werden können“, bestätigt Petra Rappen, Sprecherin des Landkreises. Bislang ist Nordwestmecklenburgs Verwaltung auf der Suche nach Mietwohnungen für registrierte Flüchtlinge, die auf die Bearbeitung ihres Asylantrags warten. „Uns ist nicht bekannt, wie groß der Bedarf in den nächsten Wochen und Monaten sein wird“, sagt Petra Rappen. Daher könne es durchaus sein, dass Wohnungen nicht schnell genug zur Verfügung stehen. Wann die alte Kita wieder bezogen wird, ist noch nicht klar. Ebenso sind noch Fragen zu klären, ob weiterhin die Malteser die Unterkunft leiten und wie der Alltag dort organisiert werden soll.

Wenn Asylbewerber vorübergehend in Klütz wohnen, würde sicher auch wieder die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer benötigt. „Ich glaube, sie werden immer gebraucht. Der Landkreis dankt den Ehrenamtlern in Klütz schon jetzt für ihren bisherigen Einsatz“, sagt Petra Rappen.

Gedanken um die freiwilligen Helfer macht sich auch Guntram Jung: „Sie sind etwas irritiert, seit plötzlich die letzten Flüchtlinge gegangen sind. Das finde ich etwas unbefriedigend.“ Es seien inzwischen auch 1400 Euro auf einem Spendenkonto eingegangen. „Das Geld wird verwahrt, falls es im nächsten Jahr benötigt wird. Wir wollen es nicht vorschnell an eine andere Flüchtlingshilfe zum Beispiel in Wismar weiterreichen“, so Jung.

mab

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