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Nordwestmecklenburg Platz für mehr Familien in Rolofshagen
Lokales Nordwestmecklenburg Platz für mehr Familien in Rolofshagen
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22:24 27.10.2017
Links und rechts der Straße Sandweg in Damshagens Ortsteil Rolofshagen entstehen Baugrundstücke für neun Eigenheime. Quelle: Foto: Malte Behnk
Rolofshagen

Bereits zur Gemeindevertretersitzung in der vergangenen Woche war die Planung von Seiten der Gemeinde so gut wie fertiggestellt. Es fehlten nur noch zwei Beschlüsse. Den abschließenden Beschluss über den Bebauungsplan haben die Gemeindevertreter aber verschoben.

Hintergrund sind noch nicht komplett abgeschlossene Verträge mit der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) aus Berlin. „Die Gemeinde hat noch nicht alle Verträge zur Kostenübernahme der Erschließung zurück“, hatte der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Damshagen, Bernd Anders (CDU), während der Sitzung in der vergangenen Woche erklärt. „Wenn alle Verträge fertig sind, kann die Gemeindevertretung auch den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen“, so Anders.

Da das noch nicht geschehen ist, waren die Gemeindevertreter etwas irritiert, dass die BVVG über ihre Landesniederlassung in Schwerin schon einen Teil der Flächen vermarktet. Tatsächlich sind Baugrundstücke nördlich des Sandwegs sowie eine angrenzende Ackerfläche bereits im Angebot der BVVG zu finden. Dabei gibt es noch ein grundlegendes Problem in Rolofshagen, dessen Finanzierung geregelt werden muss. Ein Gutachten für das Baugebiet am Sandweg hat ergeben, dass Regenwasser nicht auf den Grundstücken versickert werden kann. Der Boden kann nicht schnell genug ausreichend Wasser aufnehmen und ableiten. Stattdessen soll das Regenwasser der neuen Baugrundstücke in das vorhandene Netz der Regenwasserkanäle eingespeist werden.

Dazu war bereits im Bauausschuss erklärt worden, dass für einen Anschluss der Grundstücke die Straße geöffnet werden muss. Dementsprechend können sich die Kosten erhöhen. Die Gemeindevertreter wollten deswegen im Bebauungsplan ergänzen, dass die Erschließung erst gesichert ist, wenn die Niederschlagsentwässerung hergestellt ist.

Das Neubaugebiet in Rolofshagen ist für die Gemeinde ebenso von hoher Bedeutung wie die Bauplätze an der Alten Schmiede im Zentrum Damshagens. Deren Erschließung ist fast abgeschlossen und sechs von elf Baugrundstücken sind bislang reserviert. Sie werden über das Amt Klützer Winkel für 90 Euro pro Quadratmeter zum Kauf angeboten. Das Amt wird auch die Vermarktung der Grundstücke südlich des Sandweges für die Gemeinde Damshagen übernehmen.

Für die Kommune sind einerseits die Einnahmen aus dem Verkauf ihrer eigenen Flächen aus finanzieller Sicht wichtig. Andererseits hofft die Kommune auch, von zusätzlichen Einwohnern zu profitieren.

„Der Zuzug neuer Einwohner ist zwingend notwendig, um die Schlüsselzuweisungen zu erhöhen“, hatte Bürgermeisterin Mandy Krüger (parteilos) erst vor kurzem gesagt. Derzeit würden diese Zahlungen des Landes nur die Hälfte der Kosten decken, die die Gemeinde für Amts- und Kreisumlage aufbringen muss.

Kleines Dorf mit viel Gemeinschaftssinn

Rolofshagen gehörte bis 1999 zur Gemeinde Parin, die mit der Gemeinde Moor zu Moor-Rolofshagen fusionierte.

Bis 2009 existierte diese Kommune. Im Juni kam es dann zur weiteren Fusion von Moor-Rolofshagen mit der Gemeinde Damshagen, die insgesamt etwa 1250 Einwohner hat.

Die Bewohner von Rolofshagen engagieren sich in vielen Bereichen. Auf ihre Initiative und mit viel Eigenleistung wurde am Sandweg 2014 ein Spielplatz gebaut.

Im Ort befindet sich auch der Standort der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Damshagen, deren Mitgliederzahl seit einer Neuaufstellung im Jahr 2013 wieder stetig wächst.

 Malte Behnk

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