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Politik und Eltern: Tickets für Schulbus sollen billiger werden

Neu Degtow Politik und Eltern: Tickets für Schulbus sollen billiger werden

Wer zu einer örtlich nicht zuständigen Schule fährt, sollte unterstützt werden / Konkrete Fördermaßnahmen sind weiter offen / Belastbare Schülerzahlen fehlen.

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Karl-Heinz Henkel (links) und Herbert Schumann von der Landesstraßenmeisterei bei der Arbeit an der B 105.

Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Neu Degtow. Seit der Umstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs Anfang des Jahres gibt es Kritik an einigen Eckpunkten des Nahbus-Konzeptes. Unter anderem die Preise für Schülertickets sorgen für Diskussionen. Jetzt landete das Thema im Ausschuss für Bildung und Kultur des Landkreises. Die Mitglieder diskutierten über die Möglichkeiten der Förderung für Schüler, die auf eine nicht zuständige Schule gehen. Das sind immerhin 1360 in ganz Nordwestmecklenburg.

LN-Bild

Wer zu einer örtlich nicht zuständigen Schule fährt, sollte unterstützt werden / Konkrete Fördermaßnahmen sind weiter offen / Belastbare Schülerzahlen fehlen.

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Kinder und Jugendliche, die eine Bildungseinrichtung besuchen, in dessen Einzugsgebiet sie wohnen, bekommen die Kosten für Schulbus oder Bahn erstattet. Eine Unterstützung bei den Kosten für die Fahrt zur selbst gewählten Einrichtung könnten Eltern nicht erwarten. „Das ist eine freiwillige Leistung, die wir zahlen können“, erklärte Landrätin Kerstin Weiss (SPD) auf der Sitzung. Grund für die Verhandlungen über eine Unterstützung sind die gestiegenen Ticketpreise. Für ein Busticket werden monatlich 75 Euro fällig — das ist schon der reduzierte Abo-Preis. Für ein zweites Kind müssen die Eltern nochmal 60 Euro im Monat bezahlen.

„Wenn man ein Gesetz zur freien Schulwahl erlässt, darf man nicht auf halber Strecke Halt machen“, sagte Simone Oldenburg von der Linken. Nach Meinung der Landtagsabgeordneten dürfe diese Wahl nicht durch das Gehalt der Eltern beschränkt werden.

„Einige Schüler erhalten bereits die Kosten für einen Teil der Strecke zurück, wenn sie in die Richtung der zuständigen Schule fahren“, erklärte der Ausschussvorsitzende Rico Greger (CDU). Das regelt die Satzung, die der Kreistag Ende 2015 beschlossen hat. „Wir wollen aber eine Lösung für alle Schüler finden“, betonte Christdemokrat Greger. Eine Option wäre, den Abo-Ticketpreis für alle Schüler zu senken. Doch für eine Entscheidung müssten zunächst belastbare Zahlen vorliegen. Wie viele Schüler bekommen schon einen Teil erstattet, wer nichts?

Ein weiteres Problem: Die Vertreter wollten eine mögliche Förderung gern auf die Berufsschüler ausdehnen. Es gehe um diejenigen, die weniger als 750 Euro verdienen. Auch sie könnten am Ende von einem Beschluss profitieren. Darüber waren sich die Ausschussmitglieder einig. „Und wir wollen den Berufsschulstandort stärken“, sagte Oldenburg.

Um über konkrete Maßnahmen zu beraten, fehlten auch in diesem Punkt Zahlen: Wie viele Berufsschüler besuchen eine nicht zuständige Schule? Wie viele davon erhalten weniger als 750 Euro Vergütung im Monat? „Wir mussten bei den Recherchen davon ausgehen, dass die Schüler nach Tarif bezahlt werden“, sagte Gudrun Sturmheit, Leiterin des Fachdienstes Bildung und Kultur. Sie und ihre Mitarbeiter sollen weitere Nachforschungen anstellen.

Wie eine Förderung aussehen könnte, blieb offen. „Das hängt am Ende auch davon ab, was der Haushalt hergibt“, sagte die Landrätin. Der Ausschuss will auf einer der nächsten Sitzungen erneut zu dem Thema beraten. Ziel sei es, rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres einen Beschluss zu erarbeiten.

Frühjahrsputz an der Bundesstraße

Für empfindliche Gemüter ist der Job der Straßenmeisterei derzeit nichts. Nach dem Winter geht es derzeit ans Müllsammeln entlang der Straßen. Gestern war der Abschnitt der B 105 zwischen Neu Degtow und Sternkrug an der Reihe. Aufzusammeln gab es dort reichlich. Neben etlichen Resten, die vermutlich aus den Autos herausgeworfen wurden, lag am Straßenrand auch ein verendetes Reh. In den vergangenen Tagen hatte es wieder vermehrt Wildunfälle in der Region gegeben, teilte die Polizei mit.

Von Manuela Wilk

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