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Nordwestmecklenburg Polizei: Rebecca wurde mehrfach sexuell missbraucht
Lokales Nordwestmecklenburg Polizei: Rebecca wurde mehrfach sexuell missbraucht
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14:04 08.01.2013

Der mutmaßliche Vergewaltiger der Jugendlichen soll seine Taten zum Teil gestanden haben. Er ist der Polizei seit vielen Jahren bekannt. Der 28 Jahre alte Mario B. sei mit Sexual- und Gewaltdelikten mehrfach aufgefallen und entsprechend vorbestraft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft heute mit. Er habe insgesamt mehr als zehn Jahre im Gefängnis verbracht. Zuletzt sei er erst im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis entlassen worden.

Aufatmen in Rostock: "Becca" ist wieder da

Der Rostocker sei bereits als 14-Jähriger wegen eines Sexualdeliktes zu einer Jugendstrafe verurteilt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Es folgten mehrere Verurteilungen wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten. Seit er im August 2011 aus dem Gefängnis entlassen wurde, stand der junge Mann unter Führungsaufsicht. Es habe jedoch "keine Auffälligkeiten" gegeben.

Allerdings war erst vor wenigen Wochen Anzeige gegen den Rostocker erhoben worden. Daraufhin wurde seine Wohnung durchsucht und Waffen gefunden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-Jährigen Vergewaltigung in drei Fällen vor, in Tateinheit mit Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Er habe sich das Mädchen geschnappt, als es nach einem Barbesuch in der Nacht zu Sonnabend auf dem Weg nach Hause war, heißt es von der Polizei. Noch auf der Straße soll er das Mädchen das erste Mal vergewaltigt haben. Dann schleppte der 28-Jährige die Jugendliche in seine Wohnung, fesselte sie und missbrauchte sie dort weitere Male.

Rebecca hatte sich gestern aus der Wohnung des Rostockers befreien können, als ihr Peiniger nicht da war. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hat sie viel Blut verloren, es gehe ihr aber "den Umständen entsprechend gut". Das Mädchen sei jetzt bei seiner Familie und werde psychologisch betreut. Um die grauenvollen letzten Tage zu verarbeiten, brauche sie jetzt vor allem viel Ruhe, sagte Rostocks Polizeipräsident Thomas Laum.

Der 28-jährige Rostocker wurde gestern Abend mit Hilfe der Ortung seines Handys in der Rostocker Innenstadt aufgespürt und festgenommen. Gegen ihn wurde nun Haftbefehl erlassen. Ihm werden sexuelle Nötigung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie der Direktor des Rostocker Amtsgerichts, Peter Häfner, mitteilte.

Die Polizei hatte mit einem Großaufgebot nach der Jugendlichen gesucht, als diese nicht nach Hause kam. Wegen seiner kriminellen Vorgeschichte wäre der junge Mann früher oder später ins Visier der Ermittler gekommen, sagte ein Polizeisprecher heute. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte jedoch, Rebeccas erfolgreiche Flucht habe ihr vermutlich das Leben gerettet.

Der 28-jährige Rostocker droht nun für immer hinter Gittern zu verschwinden. „Er ist ein Kandidat für die Sicherungsverwahrung“, sagt Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. Ob er therapierbar ist, sei zweifelhaft. Möglicherweise gehöre er zu denen, die Gewalt zwingend brauchen, um sexuelle Befriedigung zu bekommen.

LN

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