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Nordwestmecklenburg Polizei warnt vor Taschendieben in der Region
Lokales Nordwestmecklenburg Polizei warnt vor Taschendieben in der Region
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20:16 01.12.2016

Einen Schaden von mehreren Hundert Euro haben Taschendiebe in den vergangenen Tagen in Nordwestmecklenburg hinterlassen. Insgesamt acht Fälle sind seit Wochenbeginn bei der Polizeiinspektion (PI) Wismar aufgelaufen. Die Fälle ereigneten sich in Gägelow, Wismar, Grevesmühlen und Kritzow. Bereits am Montag hatten die Polizisten eine Meldung herausgegeben und vor Taschendieben gewarnt, die in der Vorweihnachtszeit verstärkt zuschlagen würden.

Der Grund für die Warnung: Allein am Montag wurden in der Zeit von 11.30 bis 14.30 Uhr in drei Fällen Geldbörsen aus Handtaschen in der Hansestadt gestohlen. Die drei geschädigten Frauen im Alter zwischen 55 und 70 Jahren waren in Geschäften von Tchibo, bei Ernsting‘s Family sowie im Stahlhaus unterwegs, als unbekannte Täter unbemerkt die Reißverschlüsse der Taschen öffneten und die Brieftaschen entwendeten. In zwei Fällen geschah dies, als die Frauen in den Umkleidekabinen ihre Handtaschen ablegten und kurz aus den Augen ließen.

In Grevesmühlen ist eine Frau bei Ernsting‘s Family Opfer von Taschendieben geworden. Der beziehungsweise die Täter hatten dort ebenfalls das Portemonnaie aus der Handtasche entwendet. Zeugen berichten davon, dass sich eine auffällige Gruppe zu dem Zeitpunkt in dem Geschäft aufgehalten habe. Als die Frau den Diebstahl bemerkte, waren die mutmaßlichen Täter allerdings verschwunden.

„Das ist das Problem, wenn die Tat bemerkt wird, sind die Täter meistens über alle Berge“, sagt Polizist Axel Koeppen von der PI in Wismar. „Das macht es für uns nicht gerade einfach.“ Deshalb setzt die Polizei auf Prävention und appelliert: „Seien Sie aufmerksam und geben Sie Dieben keine Chance! Tragen Sie Ihre Taschen immer geschlossen dicht am Körper. Taschen sollten nie unbeaufsichtigt abgestellt werden. Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere sollten immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung getragen werden.“

Denn laut Axel Koeppen wird in der Mehrzahl der Taschendiebstähle die ganze Handtasche gestohlen, die meist unbeaufsichtigt im Einkaufskorb liegt, während die Kundin sich die Waren anschaut. „Das sind die meisten Fälle, mit denen wir zu tun haben“, so Axel Koeppen. Wie hoch die Dunkelziffer bei den Taschendiebstählen wirklich ist, darüber will die Polizei keine Mutmaßungen anstellen. „Aber es ist wohl so, dass einige Taten nicht angezeigt werden.“

Michael Prochnow

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