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Nordwestmecklenburg Probebetrieb läuft bei MV Werften
Lokales Nordwestmecklenburg Probebetrieb läuft bei MV Werften
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18:16 26.05.2018
Wismar/Schwerin

Mit der Stoppuhr wird jetzt jeden Tag gemessen, wie lange es dauert, eine Deckenplatte zu montieren, eine Badgarnitur oder ein Bett. Die Mitarbeiter der MV Werften Fertigmodule GmbH befinden sich in der heißen Trainingsphase am Fließband. Denn bereits im Frühsommer starten sie auf einem Gelände an der Wismarer Westtangente mit der Serienproduktion von Schiffskabinen.

Der Probe-Bau von Schiffskabinen läuft bereits. Quelle: Foto: K. Schröder

„Zuerst werden Kabinen für unser neues Hotel gebaut, dann für die Yachten in Stralsund und im Herbst sollen die ersten Module in Rostock-Warnemünde in die Global-Class eingebaut werden“, berichtet Dr. Axel Rothe. Der Direktor für Materialwirtschaft bei MV Werften hat beim Jahresempfang der IHK in Schwerin über den aktuellen Produktions- und Mitarbeiterstand an den Werftenstandorten Wismar, Rostock und Stralsund informiert. Wismar und Rostock bauen zusammen das nach Passagierzahl größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Bis zu 9500 Menschen sollen darauf Platz haben. Brennbeginn ist im März gewesen. Das Material für den Ozeanriesen ist laut Rothe bereits zu zwei Dritteln über Zulieferer gesichert. 60 Prozent kämen aus Deutschland, und davon wiederum 60 Prozent aus MV.

Die Bau-Pläne von MV Werften ziehen viele Fachkräfte an: Mittlerweile gibt es an allen drei Standorten mehr als 2000 Mitarbeiter. 500 sind 2017 eingestellt worden, 300 bereits in diesem Jahr, hunderte sollen noch folgen. Als Herausforderung bezeichnet Hans Thon, Präsident der IHK zu Schwerin, den Fachkräftemangel. Dieser sei kein Risiko mehr für die Wirtschaft in Westmecklenburg, sondern ein handfestes Wachstumshemmnis. Mehr als 64 Prozent der von der IHK befragten Unternehmen hätten angegeben, dass ihnen Auszubildende und Fachkräfte fehlen. „Und das über alle Branchen hinweg“, so Thon.

Trotzdem: Die jüngste Umfrage zeigt auch, viele Firmen sprechen von einer sehr positiven konjunkturellen Lage und wollen investieren – auch die Wismarer Holzwerke Egger. Sie planen im Industriegebiet Haffeld den Bau eines zweiten Methanol-Tanks. Im August sollen die Arbeiten beginnen. Das Fassungsvermögen des Tanks: 10000 Tonnen. „Das Methanol wird mit Schiffen angeliefert“, berichtet Jürgen Buck von der Egger-Geschäftsleitung. Bisher könnten sie nur 5000 Tonnen bringen. Wenn die Fahrrinne vertieft wird, können sie das Doppelte nach Wismar schaffen.

Kerstin Schröder

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