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Nordwestmecklenburg Prozessauftakt gegen mutmaßliche Drogenbande - Angeklagte schweigen
Lokales Nordwestmecklenburg Prozessauftakt gegen mutmaßliche Drogenbande - Angeklagte schweigen
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14:08 08.01.2013

Die 37 bis 49 Jahre alten Angeklagten sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft in fast 40 Fällen unter anderem mit insgesamt zwölf Kilo Haschisch, 47 Kilo Marihuana und mehreren Kilogramm Kokain gehandelt haben. Dabei strichen sie der Anklage zufolge Gewinne von mehreren 100 000 Euro ein.

Die Männer waren im Februar 2012 bei einer Großrazzia festgenommen worden und sitzen seither in Untersuchungshaft. Für den Prozess, der unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet, sind vorerst vier Verhandlungstage vorgesehen.

Schon kurz nach der Eröffnung wurde die Verhandlung auf Antrag der Verteidigung unterbrochen, die eine Aussetzung des Prozesses verlangte. Ein Anwalt bemängelte, ihm lägen noch nicht alle Akten vor. Die Staatsanwaltschaft wies den Antrag als unbegründet zurück. Das Gericht will seine Entscheidung am nächsten Prozesstag in der kommenden Woche verkünden.

Die Angeklagten hatten nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ab Sommer 2009 als Bande den Drogenhandel von Nordwestmecklenburg bis Greifswald organisiert. Eine Baufirma bei Wismar soll ihnen als Operationsbasis gedient haben.

Die Ermittler hatten die drei Männer, darunter den vermeintlichen Bauunternehmer und seinen Prokuristen, offenbar schon Monate vor der Festnahme im Visier. Bei der Großrazzia hatten 250 Beamte 34 Wohnungen und Büros durchsucht und dabei Rauschgift, 210 000 Euro, drei Schusswaffen und fünf teure Autos beschlagnahmt. Zwei Monate später wurden bei einer weiteren Durchsuchung in einem Gartenhaus in Krassow bei Wismar noch mehr Drogen und ein Waffenlager sichergestellt.

13 Schusswaffen mit Zubehör und Munition waren unter einem - laut Anklage - „unfachmännisch“ gegossenen Betonfußboden gefunden worden. Eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz liegt laut Staatsanwaltschaft zwar vor, wird aber im aktuellen Prozess noch nicht mitverhandelt.

Die Ermittlungen richteten sich auch gegen einen Kreis von etwa 30 Abnehmern, die von den Angeklagten mit teils erheblichen Mengen Rauschgift beliefert worden seien. Die „Quelle“ der Drogen ist der Anklage zufolge bislang nicht ausfindig gemacht worden.

LN

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