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Nordwestmecklenburg Purer Genuss im Geheimtipp
Lokales Nordwestmecklenburg Purer Genuss im Geheimtipp
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20:10 25.07.2018
Warnemünde

Wer die gewohnten Wege am Alten Strom in Warnemünde geht, übersieht das urige Restaurant „Zum Stromer“ schnell. Ein großes Versäumnis! Denn hier geht es nicht um Schnickschnack. Hier geht es um Zutaten und echten Geschmack. Obwohl es das älteste Restaurant Warnemündes ist, gilt es noch immer als vermeintlicher Geheimtipp. Das liegt vor allem an der Lage. Wer vom Bahnhof kommend nach der Brücke links abbiegt, findet es abseits der typisch touristischen Trampelpfade. Dennoch empfiehlt es sich, vorab einen Tisch zu reservieren. Wer das gemütliche Lokal betritt, hat das Gefühl, im Bauch eines Schiffes oder in einer alten Taverne zu sein. Wände und Decke sind überwiegend mit dunklem Holz vertäfelt, Vasen und Serviettenringe schimmern golden, Whiskeyflaschen sind über der Bar aufgereiht. Doch hier gibt es auch Kunst, weiße Gardinen und Tischdecken. Die Tische sind liebevoll eingedeckt. An den Wänden hängen die Bilder des mittlerweile verstorbenen Warnemünder Malers Burkhard Fäcks, der das Restaurant von 2009 bis 2013 etappenweise neu gestaltete. Auf einer Tafel stehen die Tagesangebote. Doch auch die Karte bietet eine große Auswahl. Es sind Gerichte „von unseren Fischern“ und „von unseren Bauern“. Darüber hinaus gibt es Bier aus Warnemünde und Stralsund, Säfte aus regionalen Mostereien und Obstbrände aus MV. Bevor es losgeht, gibt es einen Gruß aus der Küche – passend zum Sommerwetter ein wunderbar erfrischendes Gazpacho. Die spanische Gemüsekaltschale ist in einem niedlichen Gläschen angerichtet, schmeckt fruchtig und hat eine schöne Schärfe. Weiter geht es mit den Knoblauchgarnelen, die mit frischen Kräutern serviert werden. Dazu gibt es eine Hummersoße, die nichts mit dem typischen Fertigprodukt zu tun hat. Stattdessen hat sie einen intensiven Geschmack nach Schalentieren und Knoblauch. So lecker, dass man sie löffeln möchte.

Etwas deftiger, jedoch nicht weniger intensiv, ist das Ochsenbäckchen. Die Soße ist ein einziges Gedicht. Das Fleisch ist zart und gut gewürzt. Dazu gibt es Wurzelgemüse, Kürbis, Zucchini, Tomate, Frühlingszwiebel. Das volle Programm und alles auf den Punkt gegart.

Kreativ wird es mit einem unscheinbar klingenden Fischgericht: Salat mit gratiniertem Dorsch. Der ist nämlich mit Ziegenkäse überbacken. Die Kombination funktioniert hervorragend. Die Kraft des Käses ergänzt den zarten, saftigen Fisch. Dazu gibt es den Wildkräutersalat aus eigenem Anbau mit Fenchelkraut, Rauke, Beeren und einer Himbeer-Vinaigrette. Ein Höhepunkt folgt dem nächsten. Das Dessert rundet den gesamten Restaurantabend ab. Von der Tageskarte gibt es ein Sauerampfer-Eis mit Minze, Beeren und Prosecco, das in einem Martini- Glas angerichtet ist. Es ist unfassbar frisch und saftig.

Fast wie ein geeister Cocktail.

jh

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