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Nordwestmecklenburg Rathaus soll für 512 000 Euro saniert werden
Lokales Nordwestmecklenburg Rathaus soll für 512 000 Euro saniert werden
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21:17 17.09.2013
Das Rathaus in Grevesmühlen wurde 1998 zuletzt saniert. Im gleichen Jahr wurde der Anbau hinter dem Gebäude am Markt errichtet. Quelle: Foto: ron

Das Rathaus in Grevesmühlen soll für geschätzt 512 000 Euro saniert werden. Das teilte Bauamtsleiter Lars Prahler am Montag im Amtsausschuss mit. „Das Haus zwei hat akute Mängel und an der Außenfassade sind zudem Verfärbungen sichtbar, die auf Schimmel hindeuten“, sagte Prahler. Das Rathaus hatte in diesem Jahr Schlagzeilen gemacht, als sich im Juni neben dem Aufgang zum Rathaussaal ein mehrere Quadratmeter großes Stück Putz gelöst hatte.

Bereits im kommenden Jahr könne die Sanierung vonstatten gehen, sofern die Finanzierung geklärt ist und die Stadtvertreter ihr Einvernehmen erklären. Doch damit nicht genug, auch die EDV-Anlage soll erneuert werden, sowohl um den Datenschutz zu gewährleisten als auch die gewachsenen Datenmengen verarbeiten zu können. Kostenpunkt: etwa 260000 Euro.

Wie Prahler andeutete, könnte dies auch die umliegenden Gemeinden belasten, da die Ausgaben von insgesamt rund 772 000 Euro womöglich auch die Amtsumlage erhöhen. Mit der Amtsumlage beteiligen sich die Gemeinden des Amtes Grevesmühlen prozentual an den Kosten der Verwaltung.

„Wir haben in den vergangenen fünf Jahren immer nur rund 10 000 Euro in den Haushalt für Instandhaltungsmaßnahmen eingestellt“, sagte Lars Prahler. Es sei an der Zeit, das Gebäude umfassend zu sanieren. „Wir hatten die Sanierung mehrfach im Haushalt, die Stadtvertreter haben das immer wieder zurückgestellt“, sagte Kristine Lenschow, „Das Geld wurde in wichtigere Dinge gesteckt, wie etwa unsere Schulen.“ Lenschow deutete zudem an, dass die Finanzierung wohl nicht ohne Kreditaufnahme zu zu bewältigen sei.

Es liegt nun an den Stadtvertretern, ob das Rathaus saniert werden kann. „Man muss schauen, was in den 512 000 Euro drin steckt. Gefahrenquellen müssen beseitigt werden.

Schönheitsreparaturen müssen nicht unbedingt sein“, sagte Stefan Baetke, Fraktionsvorsitzender der SPD. Ähnlich sieht es die Fraktionschefin der Linken, Elvira Kausch. Allerdings merkt sie an: „Das hintere Gebäude ist doch relativ neu. Es kann doch nach so kurzer Zeit nicht so gravierend sein“, sagte sie. „Nach so kurzer Zeit dürften solche gravierenden Mängel nicht auftauchen“, schätzte auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Roland Anderko ein. Den Vorwurf, die Stadtvertreter hätten die Sanierung stets abgelehnt, weist Jörg Bibow, Vorsitzender der Fraktion der Freien Wählergemeinschaft zurück: „Es sind viele Dinge von uns beschlossen worden, die laut Verwaltung dringend geboten waren. Die Notwendigkeit einer Sanierung ist uns in den vergangenen Jahren nicht so eindringlich nahegebracht worden.“

1998 wurde das Gebäude am Markt saniert, das hintere Gebäude neu errichtet. Lars Prahler hatte im Juni gesagt, dass 2006 die ersten Schäden aufgetaucht waren.

Robert Niemeyer

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