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„Reformationstaler“ wird neu geprägt

Gadebusch/Wismar „Reformationstaler“ wird neu geprägt

„Herr, gib den Feinden deines Wortes keine Freude“ steht übersetzt auf den prägefrischen Reformationstalern aus Gadebusch. Ganz so wie im Original von 1549 auf Latein. Ab sofort ist die Nachprägung des „Reformationstalers“ in Wismar, Grevesmühlen und Gadebusch erhältlich.

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Gerhard Schotte vom Förderverein der Stadtkirche mit dem „Reformationstaler“. Fotos (2): Nicole Hollatz

Gadebusch/Wismar. „Herr, gib den Feinden deines Wortes keine Freude“ steht übersetzt auf den prägefrischen Reformationstalern aus Gadebusch. Ganz so wie im Original von 1549 auf Latein. „Der Wahlspruch war ein Bekenntnis zur Reformation“, erzählt Dr. Gerhard Schotte vom Förderverein der Stadtkirche zu Gadebusch. Ab sofort ist die Nachprägung des „Reformationstalers“ in Wismar, Grevesmühlen und Gadebusch erhältlich.

LN-Bild

„Herr, gib den Feinden deines Wortes keine Freude“ steht übersetzt auf den prägefrischen Reformationstalern aus Gadebusch. Ganz so wie im Original von 1549 auf Latein.

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Martin Luther rückte das Wort Gottes in den Mittelpunkt seiner Lehre. Mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg Nord-West mit Sitz in Wismar hat der Verein den Reformationstaler neu prägen lassen. Es ist ein Taler für ganz Mecklenburg zum Reformationsjubiläum im nächsten Jahr.

1549 ist ein wichtiges Datum für die Reformation in der Region. Gerhard Schotte erklärt: „In jenem Jahr wird auf dem Sternberger Landtag das offizielle Bekenntnis Mecklenburgs zur Reformation durch die Herzöge Johann Albrecht I. und seinen Onkel Heinrich V. mit Rückendeckung der Stände verkündet. Auf einem Monumentalbild in der Sternberger Turmkapelle ist dieser Moment festgehalten.“ Es war ein öffentliches Aufbegehren gegen Kaiser Karl V., der eine Rückkehr zum katholischen Glauben forderte. „Mit dem Bekenntnis reiht sich Herzog Johann Albrecht I. in das Bündnis der protestantischen Fürsten ein, die 1555 den Augsburger Religionsfrieden erzwangen“, berichtet Gerhard Schotte weiter.

Das Original der bedeutungsvollen Münze liegt im Münzmuseum in Schwerin und wurde im Auftrag des Gadebuscher Vereins nachgeprägt. 1549 war die Prägung ein großes Signal. Für den Verein ist die Münze von besonderer Bedeutung. Schließlich sagte sich Herzog Johann Albrecht damit nicht nur von Kaiser, Papst und dem katholischen Glauben los, sondern der Taler wurde zudem in Gadebusch geprägt. Durch seinen streng gläubigen Vater vollzog der Herzog diesen Schritt erst mehr als drei Jahrzehnte nach Luthers berühmten Thesenanschlag.

So viel Landesgeschichte auf 38 Millimeter Durchmesser: Herzog Johann Albrecht I. ist als Brustbild mit hohem Hut und Kette auf der Vorderseite abgebildet. Die Rückseite zeigt das Landeswappen Mecklenburgs mit seinen fünf Feldern und darüber drei Herrschaftshelme. Die fünf Wappenbilder stehen für das Herzogtum Mecklenburg, die Herrschaft Rostock, Werle (das Gebiet um Güstrow), Stargard und die Grafschaft Schwerin.

Die Nachprägung der „Reformationstaler“ ist ein Beitrag des Kirchenfördervereins der Stadtkirche zu Gadebusch. 2600 Euro hat die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg Nord-West zu dem Münzprojekt gegeben. Der Erlös des Verkaufs dient einem gemeinnützigen Zweck: Mit dem Geld soll ein Tafelbild aus dem 16. Jahrhundert restauriert werden. Das Bild in der Gadebuscher Stadtkirche zeigt den mecklenburgischen Herzog und schwedischen König Albrecht III. (gestorben 1412) mit seinem Sohn.

Limitierte Auflage der Silbermünze

Eine limitierte Nachprägung von 200 Talern erfolgt in 999 Feinsilber, Kosten: 50 Euro pro Taler. Neben der Silberprägung wird eine Auflage in eisenversilberter Form in gleicher Größe und Aussehen angeboten, Kosten: 20 Euro pro Stück. Beide Taler sind in einem mahagonifarbenen Holzetui verpackt. Es gibt den versilberten Taler auch in einfacherer Ausstattung im Pappetui für 15 Euro.

Zu kaufen gibt es die Nachprägungen direkt beim Verein: www.kirche-gadebusch-fv.de bei der Buchhandlung Schnürl & Müller in Grevesmühlen und Gadebusch sowie in der St.-Nikolai-Kirche in Wismar.

 Nicole Hollatz

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