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Nordwestmecklenburg Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland sichern Ostseebad
Lokales Nordwestmecklenburg Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland sichern Ostseebad
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20:50 16.08.2017
Sichern den Strand von Boltenhagen (v.l.): Jana Schick (19) aus Mühlacker, Pit Gagzow (21) aus Klütz, Sven Schmitz (36) aus Krefeld, Lena Hintze (19) aus Bedburg und Niklas Wissmann (27) aus Wuppertal. Quelle: Foto: Malte Behnk

Dieser Sommer lädt nicht jeden Tag zum Baden ein, doch die Rettungsschwimmer der DLRG im Ostseebad Boltenhagen müssen sich nicht langweilen. „Pro Woche sind es maximal zwei oder drei Tage mit viel Sonne, aber auch wenn es oft regnet und windig ist, passieren Dinge“, sagt Sven Schmitz (36). Der Rettungsassistent aus Krefeld ist Wachleiter der DLRG im Ostseebad.

„Der Großteil der anderen Ehrenamtler, die für eine oder zwei Wochen herkommen, sind Schüler und Studenten“, sagt Schmitz. Viele kommen aus südlichen Bundesländern ohne Strand und Meer. Sie lernen in Boltenhagen die Besonderheiten an der Ostsee kennen. So wurde in dieser Woche zum Beispiel die Rettung von Badenden aus dem Bereich der Buhnen vor Redewisch geübt. „Es ist ja ohnehin verboten, auf die Buhnen zu klettern. Badende können sich aber auch verletzen, wenn sie zu dicht heranschwimmen und gegen die Buhnen stoßen. Die sind unter Wasser mit Seepocken bewachsen, die sehr scharfkantig sind“, erklärt Sven Schmitz. Für die Rettungsschwimmer Lena Hintze (19) aus Bedburg und Niklas Wissmann (27) aus Wuppertal war so ein Einsatz in der Ostsee etwas Neues. Sie haben sich vor allem wegen der Anzahl der anderen Rettungsschwimmer für den Standort Boltenhagen beworben. Das Ostseebad gehört mit 24 Rettungsschwimmern zu den größten DLRG-Standorten entlang der Ostsee. „So kann ich hier neue Leute kennenlernen“, sagt Niklas Wissmann, der sonst als Rettungsassistent arbeitet. Lena Hintze hat Boltenhagen ausgesucht, um mit möglichst vielen anderen aus ihrer Ortsgruppe an die Ostsee fahren zu können.

Täglich sind die Ehrenamtler von 10 bis 18 Uhr an acht Rettungstürmen zwischen Redewisch und der Weißen Wiek im Einsatz. „Dreimal mussten wir in diesem Jahr den Rettungsdienst alarmieren“, sagt Sven Schmitz. Ansonsten wurden Pflaster geklebt und kleinere Verletzungen behandelt. „Wir haben etwa 200 Kindersuchbänder ausgegeben und damit auch in diesem Jahr wieder Familien zusammengeführt“, sagt Schmitz.

Für einen 19-Jährigen, der vor kurzem an der Wohlenberger Wiek seinen Selbstmord vorgetäuscht und damit über fünf Tage Polizei und Rettungskräfte in Atem gehalten hatte, hat Schmitz überhaupt kein Verständnis. „Das war eine Verarschung sämtlicher Leute, die an Suchaktionen beteiligt waren“, wählt er harte Worte und fordert eine Bestrafung.

Malte Behnk

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