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Nordwestmecklenburg Rotarier aus der Region suchen wieder Förderprojekte
Lokales Nordwestmecklenburg Rotarier aus der Region suchen wieder Förderprojekte
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20:31 26.01.2016
Rotarier und Freunde: Roland Anderko (v.l.), Bernd Czieschnek, Martin Klein mit Ebola-Spardose und Ekkard Meyer. Quelle: Annett Meinke

Das Wort „dienen“ besitzt für die meisten Menschen einen merkwürdigen Klang. Das ist Bernd Czieschnek, dem derzeitigen Vorsitzenden des Grevesmühlener Rotary-Clubs, klar. Er benutzt es dennoch: „Wir sehen unsere Aktivitäten als einen Dienst an der Gesellschaft und am Menschen.“ Tatsächlich engagierte sich der regionale Club, der zum Rotary-Distrikt 1940 gehört (ausgesprochen Neunzehn-Vierzig) im vergangenen Jahr in vielen Projekten weltweit. Um nur ein paar davon zu nennen: Ebola-Hilfe für Westafrika, die Deckelsammelaktion für Polio-Impfungen (LN berichtete) oder die Unterstützung eines Vereins in Nepal.

Freund Martin Klein — die Rotarier nennen einander Freunde — ist die Begeisterung über das von ihm begleitete Ebola-Projekt anzumerken. „Mich fasziniert die Idee“, so Klein, „die Welt, mit dem, was wir tun — auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein mag — ein bisschen besser zu machen.“

Insgesamt 10 500 Euro wurden von Rotariern aus 80 Clubs des Distrikts 1940, der sich von Lübeck bis runter nach Berlin erstreckt, gesammelt. „500 Euro kamen alleine aus unserem Club. Das hat ordentlich gescheppert“, so Klein. Gescheppert im wahrsten Sinne des Wortes. Gesammelt wurde in blechernen Spardosen— und reingeworfen wurde auf Rotarier-Sitzungen all das, was an Kleingeld im Portemonnaie war. „Das ist anders, als wenn man per Überweisung spendet, das Geld leise vom Konto abgeht“, erklärt Klein. Das Geld kommt einem Waisenhaus für Kinder in Westafrika zugute, deren Eltern an dem Ebola-Virus verstorben sind.

Ein erstaunliches Resultat zeigte auch der Aufruf der Grevesmühlener Rotarier, Plastikdeckel für Polio-Impfungen zu sammeln. Es kamen 380 509 Deckel zusammen. Besonders eifrig sammelten Kindertagesstätten, Schulen, Horte. Und auch Tagesmütter und Vereine beteiligten sich. Pech, zumindest für diese Aktion, dass der Ölpreis gerade im Keller ist. Was Autofahrer freut, schmälert auch den Verkaufspreis der Deckel. Bisher galt — 500 Deckel ist eine Impfung. „Doch wir warten noch ein bisschen“, so Bernd Czieschnek. „Vielleicht steigt der Preis bald wieder.“

Doch auch das Regionale steht bei den Rotariern hoch im Kurs: Auch in diesem Jahr wird ein Förderpreis von 2000 Euro für ein Projekt in der Region ausgelobt. Die Bewerbungsfrist hat bereits begonnen.

Wer ein Projekt plant, das dem Leben dient, sollte sich schnell bewerben.

Förderpreis
Bewerben können sich um den mit 2000 Euro dotierten Förderpreis des Grevesmühlener Rotary-Clubs zum Beispiel Schulen und Vereine mit gemeinnützigen Projekten.


Das Bewerbungsformular wurde stark vereinfacht und ist leicht auszufüllen. Zu finden ist der Antrag unter
• www.rotary-grevesmuehlen.de



Die Bewerbungsfrist läuft bis Ende Mai. Im Juni werden die eingegangenen Anträge ausgewertet. Ende Juni werden die oder das geförderte Projekt bekanntgegeben.

Annett Meinke

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