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Nordwestmecklenburg Salto mortale auf dem Wismarer Festplatz Der „ Circus Krone“ gibt einziges Gastspiel in der Hansestadt Wismar.
Lokales Nordwestmecklenburg Salto mortale auf dem Wismarer Festplatz Der „ Circus Krone“ gibt einziges Gastspiel in der Hansestadt Wismar.
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20:28 14.08.2015
Eine Attraktion im „Krone“-Zirkuszelt: Jana & James mit ihren Elefanten. Quelle: Oliver Bodmer

„Rostock und Schwerin hätten es gerne, dass wir kommen, aber die haben nicht genug Platz für uns“, so Markus Strobl vom „Circus Krone“. Vom Freitag, den 11. September, bis Mittwoch, 16. September, gibt der letzte große Zirkus sein einziges Gastspiel in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir werden unser Zelte auf dem Festplatz und im Bürgerpark aufbauen“, erklärt er. Auf dem Festplatz wird das Zelt stehen - groß wie ein Fußballfeld und mit Platz für fast 4000 Menschen.

Nach 22 Jahren ist der Traditionszirkus erstmals wieder in Wismar, im 110. Jahr seines Bestehens wird das Programm „Evolution“ neunmal in Wismar aufgeführt. „Alle unsere Künstler haben in den letzten Jahren Preise beim Zirkusfestival in Monte Carlo gewonnen“, wirbt Markus Strobl und erzählt vom Programm der Superlative zwischen Clownerie, Artistik, großen Tiernummern und vielen zauberhaften Momenten für die ganze Familie.

„Crazy Wilson“, alias Wilson Dominguez aus Kolumbien, ist das akrobatische Highlight der Vorstellung. Er schwebt auf den Flügeln des Todesrades und zeigt auf dem „Fliegenden Motorrad“ den gefährlichsten Ritt aller Zeiten. Höhepunkt ist der Salto Mortale auf dem Außenrad des rotierenden Riesenrads in zehn Metern Höhe bei 120 Kilometer in der Stunde im dramatischen UV-Licht. Die Artisten des „Flying Sepuveda-Zuniga“ aus Brasilien und Argentinien sorgen für südamerikanisches Flair unter der Zirkuskuppel. Heiße Samba-Rhythmen eröffnen ihre Flug-Show. Temperamentvoll fliegen sie von Trapez zu Trapez. Höhepunkt ist der legendäre dreifache Salto Mortale mit verbundenen Augen! Zirkus wie aus längst vergangenen Tagen zeigen die Akteure der Gruppe „Khadgaa“ aus der Mongolei.

Zwölf kraftstrotzende Akteure bauen mannshohe Pyramiden, stemmen 150 Kilogramm-Gewichte in die Luft, auf dessen beiden Kugeln noch jeweils eine Artistin thront und heben diese Last mit den Zähnen. Zu den starken Männern gesellen sich schöne Frauen in folkloristischen Kostümen und ein Sänger, der live den mongolischen Kehlkopfgesang und die Pferdekopfgeige beherrscht.

Nicht nur Mädchen werden bei der Pferdeshow von Jana Mandana als Juniorchefin von „Circus Krone“ große Augen bekommen. Sie präsentiert ein Potpourri der schönsten Pferde: Temperamentvolle weiße Araberhengste, mächtige holländische Friesen und pastellfarbene Cremellos in einer prachtvollen Freiheitsdressur, die ihren Namen wirklich verdient.

Auch die Elefanten tanzen unter ihrer Regie, mit James Puydebois aus Frankreich zeigen die Wappentiere des Hauses ihr Können, das insbesondere über Respekt und Belohnungen antrainiert wird.

Martin Lacey jr. aus Großbritannien beispielsweise zeigt die nach eigenen Angaben größte gemischte Raubtiernummer der Welt mit 26 weißen und goldfarbenen Tiger und Löwen in der Manege. Der Mensch als Anführer des Rudels, nicht als „Dresseur“. Die Tierschutzgedanken sind wichtig, so Markus Strobl, während er vom Leben der Tiere im Zirkus Krone berichtet — inklusive „Altenheime“, Tierärzten und Biofutter, dazu Auslauf und große Stallungen für die Tiere, beispielsweise das Sandbad für die Dickhäuter und der Paddock für die Pferde.

„Circus Krone“
Der „Circus Krone“ ist nach eigenen Angaben der größte reisende Zirkus der Welt. Zur riesigen Zeltstadt gehören 400 Menschen, 200 Tiere und 330 Wohn-, Pack- und Gerätewagen, dazu das Zirkuszelt mit Platz bis zu 4000 Menschen. Alleine die Futterkosten betragen 5000 Euro — am Tag!



Der Zirkus reist in dieser Saison durch 28 Städte, Wismar ist die einzige in Mecklenburg-Vorpommern. Vom Freitag, den 11. September, bis zum 16. September finden jeden Tag zwei Vorstellungen in der Hansestadt auf dem Festplatz am Bürgerpark statt, wochentags um 15.30 Uhr und um 20 Uhr, am Sonntag um 14 und 18 Uhr. Am letzten Gastspieltag gibt es nur die Vorstellung um 15.30 Uhr als Abschiedsvorstellung.



Den Vorverkauf für Wismar haben die OSTSEE-ZEITUNG im Pressehaus, August-Bebel-Straße 11, und alle anderen bekannten CTS-Eventim-Vorverkaufsstellen übernommen. Eintrittskarten kosten normal zwischen 15 und 40 Euro. Schüler kommen beispielsweise mit den Gutscheinen im Flyer für 10 Euro werktags in die Nachmittagsvorstellung.

Nicole Hollatz

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