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Nordwestmecklenburg Sanfter Tourismus: Die Insel Poel bleibt sich treu
Lokales Nordwestmecklenburg Sanfter Tourismus: Die Insel Poel bleibt sich treu
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18:24 18.06.2016

Neue Tourismusprojekte sind auf der Insel Poel – vorerst – nicht zu erwarten. Und doch darf es etwas mehr sein. Doch was? Am 28. Juni werden mit Jürgen Seidel, Präsident des Landestourismusverbandes MV, im Inselmuseum die touristischen Chancen für die Insel Poel diskutiert.

Fahrradtouristen lieben Poel. Die Inselgemeinde reagiert mit weiteren Angeboten. Quelle: Kurverwaltung

Um die Wünsche der rund 2600 Einwohner zählenden Ostseegemeinde geht es seit Januar 2015. Damals hatte Bürgermeisterin Gabriele Richter (ptl.) eine Ideenwerkstatt ins Leben gerufen. Die Beratungen in den Arbeitsgruppen für Tourismus, Gewerbe und Infrastruktur sowie Kultur, Bildung und Soziales sind abgeschlossen. Im September sollen die Ergebnisse den Poeler Vereinen vorgestellt werden.

Die Wünsche sind das eine, die Machbarkeit (Naturschutz, Finanzierung, kurze Saison) das andere. „Ferienobjekte mit großer Quantität sehe ich nicht“, sagt Kurdirektor Markus Frick und meint: „Wir sollten unser Augenmerk darauf legen, Bestehendes zu entwickeln und an der Qualität zu arbeiten.“ Ein Hotel in Toplage, „mit Ganzjahresbetrieb, ja, das würde Poel gut zu Gesicht stehen“, ist Frick überzeugt. Doch da sei überhaupt nichts spruchreif.

In diesem Jahr werden vergleichsweise kleine Brötchen gebacken. Zum Beispiel das Angebot mit Elektrofahrrädern. Frick: „Das läuft gut, diese Möglichkeit der Mobilität wollen wir ausbauen und die Leute dort abholen, wo sie ankommen.“ Neben den E-Bike-Stationen in Timmendorf und Kirchdorf wird in diesen Tagen die dritte Station in Kirchdorf fertiggestellt.

Nummeriert mit großen und kleinen Schildern werden in Kürze 29 Strandaufgänge von Hinterwangern über Timmendorf, Neuhof, Schwarzer Busch bis nach Gollwitz. Frick: „Jedes Schild ist mit einer Nummer und für Kinder zur besseren Orientierung mit einem Symbol versehen.“

Seit zwei Wochen ist an den Poeler Stränden erstmals ein Strandvogt unterwegs. „Im letzten Jahr hatten wir in stärkerer Form mit Beschwerden wegen Hunden, zu lauter Musik oder Kitesurfern im Badebereich zu tun“, erklärt der Kurdirektor die zeitlich befristete Einstellung.

Das größte Vorhaben auf der Insel, das „Haus des Gastes“ in Kirchdorf, ist wegen der zeitlichen Verzögerung etwas aus dem Blickwinkel geraten. Ein anderes großes Projekt hängt mit dem Naturprodukt Seegras zusammen. Etliche Tonnen des Treibsel-Sand-Gemisches, das bei der Strandreinigung anfällt, muss inzwischen finanziell und logistisch aufwändig in einem Silo in Kaltenhof gelagert, gesiebt und getrennt werden. Neue Investitionen und ein Antrag auf Förderung stehen an.

Heiko Hoffmann

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