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Nordwestmecklenburg Schönberg: Vorstand fühlt sich alleingelassen
Lokales Nordwestmecklenburg Schönberg: Vorstand fühlt sich alleingelassen
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20:17 06.09.2013

Eigentlich war die Vorfreude des Vorstandes auf das Jubiläumsfest des Vereins „Jugend und Freizeit“ groß. Bis Mittwoch: Denn wie es aussieht, bleibt sämtliche Arbeit mal wieder am Vorstand hängen. „Wie so oft“, klang René Brückner wenig erfreut beim Blick in das fast leere Foyer der Palmberghalle. Der Verein hatte zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Das Ziel: Die Gründung eines Festkomitees, das sich um die Feier anlässlich des 20. Vereinsgeburtstages kümmert. Doch das Ergebnis war ernüchternd. Von den 150 Mitgliedern waren — abgesehen vom Vorstand — nur zwei weitere Mitglieder anwesend. „Das ist schon sehr traurig“, so Brückner.

Groß gefeiert werden soll trotzdem. Und zwar am 16. November. Los gehen soll das Fest ab 14 Uhr zunächst für die jüngeren Mitglieder. Ein genaues Programm steht noch nicht fest. Doch klar sei, dass drei Stunden lang „Spiel, Spaß und Überraschungen“ auf der Tagesordnung stehen sollen. Zwei Stunden später, ab 16 Uhr, wollen dann auch die Erwachsenen feiern — im Sportlerheim des FC Schönberg 95 mit Imbiss, Musik, Tanz und einem Rückblick.

Der Verein Jugend und Freizeit wurde 1993 gegründet, damit Kinder „weiterhin ins Ferienlager fahren können“, erzählt René Brückner. Zu DDR-Zeiten war das für jedes Kind üblich, nach der Wende nicht mehr. „Wir mussten damals einen gemeinnützigen Verein gründen, um Fördermittel zu bekommen“, erinnert sich Brückner.

Die Idee, ins Ferienlager zu fahren, hatten Liselotte Hamann und Günter Stoll. Sie begleiteten Kinder über Jahre. Bis 2008 kam der Verein der Gründungsidee nach. „Danach hatten wir niemanden mehr, der die Zeit hatte, eine Woche mit den Kindern irgendwo hinzufahren“, so Brückner.

Im Verein wurde auch Sport immer groß geschrieben. 150 Mitglieder hat er heute. 80 davon sind aktiv im Fußball, Volleyball und Badminton. Und eine Sportgruppe für Kinder bis drei Jahre gibt es ebenfalls. Doch hier gibt es ab September wohl Probleme, sagt René Brückner. „Wir suchen händeringend eine Übungsleiterin.“ Davon hänge die Existenz dieser Gruppe ab. Vor Jahren musste bereits der Sport für die Acht- bis Zwölfjährigen eingestellt werden, weil der Verein keinen Betreuer finden konnte.

Finanziell stehe der Verein „auf gesunden Füßen“, sagt Brückner. Er sei aber nach wie vor auf Fördermittel angewiesen. Dem Fest anlässlich des 20. Geburtstages stehe nichts im Wege. „Das können wir uns leisten aufgrund einer anonymen Spende in Höhe von 500 Euro.“

Für die Zukunft habe der Verein „Jugend und Freizeit“ vor allem ein Ziel: Dass sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Bislang, so Brückner, bleibe alles an einigen, wenigen Personen hängen. So wie jetzt die Organisation des 20. Geburtstages oder die des Oberteichlaufes, seit Jahren ein Höhepunkt des Vereins am Tag der Deutschen Einheit. „Wenn wir uns das anschauen, die Leute, die helfen, sind immer die gleichen. Die aus dem Vorstand und zwei, drei andere.“ Für einen Verein mit so vielen Mitgliedern sei das „echt traurig“.

Steffen Oldörp

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