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Nordwestmecklenburg Schönberger Ärztehaus funktioniert wie eine Poliklinik
Lokales Nordwestmecklenburg Schönberger Ärztehaus funktioniert wie eine Poliklinik
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21:21 24.09.2013
Zahnarzt Nils Marckardt mit seinen zahnmedizinischen Fachangestellten Janine Stoltenberg ( l.) und Hanna Uecker. Quelle: Fotos: Malte Behnk

Das Ärztehaus an der Feldstraße wurde um einen Anbau erweitert. Am 7. Oktober eröffnet Nils Marckardt (35) dort eine Zahnarztpraxis. Es ist dann die vierte Praxis in dem Komplex, in dem sich noch eine Apotheke, Hausärzte, eine Praxis für innere Medizin und Diabetologie und eine chirurgische Arztpraxis befinden. Vor allem die Senioren aus der benachbarten Wohnanlage der Volkssolidarität und die Bewohner der Siedlungen an der Dassower und der Lindenstraße profitieren von der verbesserten Infrastruktur. „Ich finde es toll, dass jetzt alles so in der Nähe ist“, sagt Gudrun Kornhaaß, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Schwerin/Nordwestmecklenburg. „Rüber ins Ärztehaus können unsere Bewohner laufen oder in Begleitung gebracht werden.

Bislang mussten sie immer mit dem Auto zu einem Zahnarzt gefahren werden“, sagt Kornhaaß.

Es war die Idee von Dr. Hans-Peter Aurich, verschiedene Ärzte zu vernetzen und Patienten möglichst in einem Zentrum behandeln zu können, als er den Grundriss für das sechseckige Ärztehaus zeichnete, das schließlich 1998 eröffnet wurde. Zuvor war das Schönberger Krankenhaus geschlossen worden. Aurich selbst bezog eine chirurgische Praxis, die heute seine Tochter Dr. Michaele Markschies mit Aurichs Partner Dr. Norbert Georg Sedl weiterführt. Dass damals noch keine Zahnarztpraxis in dem Ärztehaus angesiedelt wurde, habe an Gesetzen gelegen, die die Niederlassung von Medizinern von der Einwohnerzahl abhängig machten, sagt Aurich.

„Heute sagen höchstens die Banken Nein“, sagt Nils Marckardt, während hochmoderne Technik in seinen Räumen installiert wird. „Ich habe ein digitales Röntgengerät, das eine geringere Strahlenbelastung für die Patienten hat, als ein Mallorca-Flug“, sagt der Zahnarzt, der sich auch auf chirurgische Behandlungen und den Einsatz von Implantaten spezialisiert hat. Seine Praxis ist zudem komplett behindertengerecht ausgestattet. „Auch wenn jemand im Rollstuhl kommt, können wir alle Geräte darauf einstellen und dann mache ich mich für den Patienten krumm, der nicht auf dem Behandlungsstuhl liegen kann“, so Marckardt. An seiner Seite hat er mit Hanna Uecker (22) aus Arpshagen, Janine Stoltenberg (25) aus Grevesmühlen und Silke Treutler (38) aus Lübeck drei zahnmedizinische Fachangestellte. Besonders in der Praxis ist, dass Marckardt bei Kindern und Angstpatienten mit Lachgas arbeitet. „Sie bekommen kurz eine Maske auf den Mund und durch das Lachgas gibt es statt der Angst ein wohliges Gefühl“, so der Zahnarzt. Patienten mit Angst vor einer Behandlung würden so wieder regelmäßig zur Vorsorge gehen. Auch ein kleines Zahntechnik-Labor ist integriert. „So können wir kleine Schäden wie Prothesenbrücke selbst reparieren.“

Nach der Praxiseröffnung am Montag, 7. Oktober, wird es 12. Oktober einen Empfang für alle beteiligten Handwerker geben. Ab 14 Uhr sind auch künftige Patienten eingeladen. mab

LN

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