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Nordwestmecklenburg Schönberger Schützen ziehen wieder an einem Strang
Lokales Nordwestmecklenburg Schönberger Schützen ziehen wieder an einem Strang
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20:12 02.04.2016
Horst Ketzler am Zaun des Vereinsgeländes, der dringend erneuert werden muss. Dafür wird ein Arbeitseinsatz geplant. Quelle: Steffen Oldörp
Schönberg

„Es herrscht wieder Ruhe im Verein, die Wogen sind geglättet“, sagte Horst Ketzler, Kapitän der Schönberger Schützenzunft, am Freitagabend bei der Frühjahrsversammlung. Das Treffen war die erste offizielle Zusammenkunft nach der Versammlung im Herbst, bei der es heftigen Streit unter den Schützen gab. Sogar Beleidigungen fielen unter den Schützenbrüdern und -schwestern. Ex-Kapitän Dietmar Samper zog daraufhin Konsequenzen und trat aus dem Verein aus.

„Es arbeitet immer nur eine kleine Gruppe, die alles macht.“ Horst Ketzler, Kapitän der Schützenzunft

Ein Mitglied der Revisionskommission hatte der Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen, worauf mehrere Mitglieder ihren Austritt angedroht hatten. Sechs Schützen haben dem Verein danach den Rücken gekehrt. „Das ist bedauerlich, nicht nur weil sie uns im Vereinsleben fehlen, sondern auch aus finanzieller Sicht“, sagte Horst Ketzler. Zurzeit zahlen 65 Schützen Beiträge. Erfreulich aus Sicht des Vorstandes: In den vergangenen Monaten gibt es vier Neuanmeldungen.

Fürs Vereinsleben ist es aus Sicht des Kapitäns jedoch am wichtigsten, dass sich die angespannte Situation unter den Mitgliedern der Schönberger Schützenzunft nach den Austritten gelegt hat. Nach dem „reinigenden Gewitter“ sind die Schützen jetzt einen „gewaltigen Schritt“ weiter, so Ketzler. Das zeigt sich unter anderem freitags beim Training, zu dem wieder mehr Schützen kommen. „Es ziehen wieder alle an einem Strang“, freut sich der Kapitän.

Ganz ohne kritische Worte ließ Horst Ketzler die Schützen bei der Frühjahrsversammlung aber nicht in den gemütlichen Teil des Abends übergehen. Das Thema Arbeitseinsätze ist ein viel diskutiertes im Verein, bei dem sich trotz regelmäßig mahnender Worte nicht viel verändert hat. „Es arbeitet immer nur eine kleine Gruppe, die alles macht“, beklagt der Kapitän. Diese Schützen gehören zum Vorstand und haben inzwischen einen sehr hohen Altersdurchschnitt. „Gewisse Arbeiten, die anfallen, können sie aufgrund des gesundheitlichen Zustandes nicht mehr machen“, berichtete Ketzler, der die Mitglieder vor die Wahl stellte und androhte: Sollte sich die Einstellung einiger Schützen bei Arbeitseinsätzen nicht ändern, muss der Verein gewisse Arbeiten an Firmen vergeben. „Das kostet natürlich Geld. Da wir aber kein Geld haben, heißt das im Umkehrschluss, dass wir die Mitgliedsbeiträge erhöhen müssen.“ So weit will der Vorstand aber noch nicht gehen. Horst Ketzler hofft, dass seine Worte zu einem Umdenken bei den Mitgliedern führen und sie sich künftig mehr an Arbeitseinsätzen beteiligen. Sollte das nicht klappen, will der Vorstand eventuell Pflichtstunden einführen.

„Wenn auch das nichts bringt, bleibt uns wirklich nichts anderes übrig, als die Beiträge zu erhöhen, um so die Firmen für die Arbeiten bezahlen zu können“, so Ketzler.

Denn klar ist: Bei der Schönberger Schützenzunft gibt in den nächsten Wochen einiges zu tun. Auf der Ostseite des Vereinsgeländes soll der alte Zaun vor dem Wall entfernt und für mehr Sicherheit ein neuer Metallmattenzaun aufgestellt werden — über insgesamt 75 Meter.

Von Steffen Oldörp

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