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Nordwestmecklenburg Schönbergs Siedlung mit dem besonderen Zusammenhalt
Lokales Nordwestmecklenburg Schönbergs Siedlung mit dem besonderen Zusammenhalt
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21:13 06.06.2017

Strahlende Gesichter, auf Hochglanz polierte Oldtimer und geschminkte Kindergesichter – die Einwohner der Oberen Feldstraße in Schönberg feierten am Sonnabend mit zahlreichen Gästen ihr Bauhoffest. Einer der Besucher war Herbert Nadolny aus der Nähe von Rostock. Er hat als Kind zehn Jahre in der Oberen Feldstraße gewohnt. „Es war mir ein großes Bedürfnis, hierher zu kommen. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt“, erzählt der ehemalige Schönberger. „Ich hatte eine schöne Kindheit, erinnere mich an viele Streiche, an Wettbewerbe mit anderen Kindern.

Dabei ging es zum Beispiel um die Frage: Wessen Meerschweinchen hat die meisten Farben. So etwas verbindet bis heute“, sagt Unternehmer Nadolny. Für das Bauhoffest stellte er einen mobilen Baukran zur Verfügung. Von einer Kabine in 60 Metern Höhe aus konnten die Besucher so einen Ausblick auf die Obere Feldstraße und und weitere Straße in Schönberg genießen.

Die Einwohner der Oberen Feldstraße hatten noch vieles mehr auf die Beine gestellt. Die kleinen Gäste etwa konnten beim Bauhoffest auf Ponies reiten und ihre Gesichter schminken lassen. Die Frauen hatten zudem einen Flohmarkt organisiert und Kuchen gebacken. Echte Hingucker waren die auf Hochglanz geputzten Traktoren der Marken Lanz-Bulldog und Deutz sowie historische Fahrzeuge. Der Schönberger Edwin Plescher bot den Besuchern Ausfahrten mit seinem Lanz-Bulldog an.

Seit 70 Jahren gibt es die Obere Feldstraße. 1947 wurden die ersten Häuser von vier Familien aus Bessarabien gebaut, einer Gegend, die zum heutigen Moldavien gehört. Die Höfe waren 45 mal 100 Meter groß. „Früher war hier plattes Land. Wir sind stolz darauf, was unsere Eltern und die Eltern anderer Einwohner hier aufgebaut haben", sagt Eckhard Jörke, der auch betont, dass der Zusammenhalt der Einwohner sehr groß ist.

Heute gibt es in der Oberen Feldstraße 15 Häuser, in denen 41 Schönberger wohnen – und mit Adele Stickel sogar noch jemand, die aus Bessarabien stammt. „Hier kann sich jeder auf den anderen verlassen“, betont Jörke.

Seit 20 Jahren feiern er und die anderen Anwohner alle fünf Jahre das sogenannte Bauhoffest. Nun begingen sie mit 500 Gästen den 70. Geburtstag der Siedlung.

Am Abend sorgte die Rehnaer Band Soundmix für Livemusik. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Tag. Es war ein ganz tolles Fest“, zeigte sich Eckhard Jörke sehr zufrieden.

Steffen Oldörp

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