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Nordwestmecklenburg Schützenzunft weiht Schießanlage ein
Lokales Nordwestmecklenburg Schützenzunft weiht Schießanlage ein
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20:26 12.09.2016
Uwe Otto vom Vorstand der Schönberger Schützen zeigt die neue Anlage, auf die er und die anderen Schützen stolz sind. Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Zufriedene Gesichter bei der Schützenzunft in Schönberg: Nach mehr als drei Jahren haben die Mitglieder ihre Kurzwaffen-Großkaliber-Anlage eingeweiht.

Das ist ei- ne Investition in die Zukunft und zeigt die Vielfältigkeit des Sports.“ Roland Mann, Präsident des Kreisschützenverbandes Nordwestmecklenburg

Waffen und Kaliber

Gewehre sind Langwaffen, Pistole und Revolver zählen zu den Kurzwaffen. Bei Kleinkaliberwaffen ist die Munition 5,6 Millimeter groß. Alles darüber zählt zu den Großkalibern.

Damit können die Schützen jetzt mit Pistole und Revolver auf Ziele in 25 Meter Entfernung schießen. Der Präsident des Kreisschützenverbandes Nordwestmecklenburg, Roland Mann, zollte den Männern und Frauen der Schützenzunft von 1821 Respekt: „Es gehört wirklich harte Arbeit dazu und zähes Dranbleiben.“

Auf ihrem Gelände an den Karpfenteichen in Schönberg können die Schützen jetzt nicht nur mit Kleinkaliberwaffen wie Gewehren und Pistolen schießen, sondern auch mit Großkaliber-Kurzwaffen (Pistole, Revolver). Das Ergebnis aus 25 Metern Entfernung wird sofort angezeigt – auf einer neben dem Schützen hängenden Anzeigetafel. „Das ist mit das modernste, was es gibt auf dem Markt“, weiß

der Präsident des Kreisschützenverbandes Nordwestmecklenburg. Gut 8000 Euro haben sich die Schützen die Anlage kosten lassen. Möglich war das auch dank zahlreicher Spenden. Aus Sicht von Roland Mann gut angelegtes Geld. „Das ist eine Investition in die Zukunft und zeigt die Vielfältigkeit des Schießsports, den man hier in Schönberg ausüben kann.“ Roland Mann hofft, dass der Verein durch die neue Anlage „mehr Zuspruch in der Bevölkerung erhält“.

Seit der Errichtung des Schützenheimes im Jahr 2010 haben die Schützenbrüder und -schwestern aus Schönberg mit dem Gedanken gespielt, so eine Anlage zu bauen, sagt Horst Ketzler (63), der Kapitän der Zunft. Der Weg bis zum offiziell ersten Schuss war allerdings beschwerlich. „Nicht der bauliche, der dauerte nur etwa fünf Wochen, aber der genehmigungspflichtige“, hebt Ketzler den Zeigefinger. Bis alle Behörden grünes Licht gegeben hatten, vergingen drei Jahre. Das Bauamt der Stadt Schönberg, das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (STALU) in Schwerin, die Untere Jagdaufsichtsbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg und das Landeskriminalamt mussten dem Bauvorhaben zustimmen. Es musste ein Schallschutztunnel errichtet werden, „sodass Schallemissionen nicht nach außen dringen“, sagt Ketzler. Auch ein besonderer Kugelfang war notwendig – mit Stahlplatten verstärkt. „Dass wir alle Hürden genommen haben, darauf sind wir sehr stolz“, sagt der Kapitän der Zunft. Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze bedauert, dass die Mühlen der Bürokratie so langsam gemahlen haben. Doch: „Es muss alles sicher sein. Deshalb ist das schon in Ordnung.“

Die Schießanlage in Schönberg ist jetzt eine, die es so im Landkreis nicht häufig gibt, sagt Götze. Er ist im Verein sogenannter erster Schaffer, was einem stellvertretendem Vereinsvorsitzenden entspricht. „Wir sind neben Grevesmühlen die einzigen im Kreis, die so etwas anbieten können.“ Die Mitglieder der Schützenzunft hoffen durch das neue Angebot auf Zulauf. „Ich wünsche es dem Verein“, so Götze.

Steffen Oldörp

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