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Nordwestmecklenburg Schwarzer Indianer gewinnt Zuchtschau
Lokales Nordwestmecklenburg Schwarzer Indianer gewinnt Zuchtschau
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20:18 09.01.2016
Marion Dinse vom Geflügelzuchtverein Dassow hat das beste Tier der Schau gezüchtet: eine Taube „schwarzer Indianer“. Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Was für ein Wochenende für Marion Dinse. Die 52-Jährige hatte gestern allen Grund zur Freude. Bei der Geflügelschau des Dassower Rassegeflügelzuchtvereins von 1920 in der Dornbuschhalle hatte sie unter allen Teilnehmern das beste Tier.

Für eine ihrer Tauben mit der Bezeichnung „Indianer schwarz“ bekam Dinse das Prädikat vorzüglich. „Darüber freue ich mich riesig“, strahlte die Siegerin. Seit Jahren schon widmet sie sich der Geflügelzucht. Mit Tauben „Indianer schwarz“ hat sie sich für eine ganz besondere Rasse entschieden. Die Tiere sind pechschwarz, haben auf dem Schnabel eine große Warze. Besonders auffällig sind ihre großen roten Augenringe und die roten Füße. „Sie sind sehr schwer zu züchten“, weiß Marion Dinse, die etwa 60 schwarze Tauben in ihrer Voliere hat. Es sei jedes Mal eine große Herausforderung, sagt die erfolgreichste Züchterin der diesjährigen Geflügelschau in Dassow. „Aber gerade das macht die Zucht auch so interessant.“ Für sie ist die Geflügelzucht ein Ausgleich zum Alltag. „Andere gehen joggen. Ich züchte Tauben“, sagt sie.

Insgesamt stellen noch bis heute 26 Züchter aus den Rassegeflügelzuchtvereinen aus Kücknitz, Lübeck, Grevesmühlen, Gadebusch, Klütz, Schönberg und Dassow ihre wertvollen gefiederten Zweibeiner aus.

Insgesamt 338 Enten, Gänse, Hühner und Tauben aus 36 Rassen. Mit der Resonanz zeigte sich Dassows Vereinsvorsitzender Andreas Moll sehr zufrieden. „Die Beteiligung ist super. Hinzu kommt, dass wir alle gut abgeschnitten haben“, sagt er.

Die Bewertungen der Preisrichter können sich sehen lassen. Fünf Mal vergaben sie das Prädikat vorzüglich und damit die Punktzahl 97. In der Geflügelzucht heißt das: Besser geht es nicht. 18 Tiere bewerteten die Preisrichter bei der Geflügel-Modenschau, nachdem sie den Stand, das Federkleid und die Zuchtmerkmale überprüft hatten, mit 96 Punkten, was hervorragend bedeutet.

Der Dassower Rassegeflügelzuchtverein hat zurzeit 28 Mitglieder, darunter drei Jugendliche. „Wir waren vor drei Jahren nur noch 20 Züchter. Von daher sind wir mit der Anzahl zufrieden“, erklärt Vereinschef Andreas Moll. Um noch mehr Jungen und Mädchen für die Geflügelzucht zu begeistern, werben er und andere Mitglieder des Vereins an der Dassower Schule. Am Freitag haben sie drei Schulklassen in die Dornbuschhalle eingeladen, um sich die ausgestellten Rassevögel anzuschauen. „Die Schüler waren sehr interessiert. Wir und die Preisrichter sind mit ihnen rumgegangen und haben Fragen beantwortet“, sagt Moll. Seinen Angaben zufolge ist es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, Kinder an das Hobby Geflügelzucht heranzuführen. „Oft fehlt der Platz. Hinzu kommen noch die Zeit und das Geld, die knapp sind“, kennt der Dassower Vereinsvorsitzende die Argumente, weshalb sich Kinder und Jugendliche häufig gegen die Zucht von Enten, Gänsen, Tauben und Hühnern entscheiden.

Wer Lust hat, sich die wertvollen Vögel in der Dornbuschhalle anzuschauen, hat dazu heute noch Gelegenheit. Die Dornbuschhalle ist von 9 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet.

Von der Gründung bis heute

1920 wurde der Dassower Rassegeflügelverein gegründet. Er hat zurzeit 28 Mitglieder, darunter drei Jugendliche.


Im vergangenen Jahr hatte sich der Verein neu aufgestellt und Andreas Moll zum Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter ist Steffen Böhnke. Andreas Moll gehört seit 1997 zum Verein und leitet seit Jahren die vereinseigene Schau im Januar. Die Kontrolle über die Finanzen des Vereins hat Molls Frau Ilona inne. Schriftwartin ist Katja Köhler.


Bis März 2015 hatte Peter Kröpelin die Geschicke des Vereins geleitet . Nach mehr als 25 Jahren gab er den Vorsitz im vergangenen Jahr ab.

Kröpelins Großvater hatte den Dassower Rassegeflügelzuchtverein 1920 gegründet, sein Vater gehörte jahrelang zum Vorstand.

Steffen Oldörp

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