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Seit 85 Jahren beliefert Gärtnerei Mundt die Region mit Blumen

Grevesmühlen Seit 85 Jahren beliefert Gärtnerei Mundt die Region mit Blumen

Familienbetrieb aus Grevesmühlen begeht kleines Jubiläum / Auf große Feier wird verzichtet / Doch am 30. April und 1. Mai findet wieder der Tag der offenen Gärtnerei statt.

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Drei Generationen im Familienbetrieb Mundt (v. r. n. l.): Wilfried (77), Marieke (24), Thomas (52) und Anke (51).

Quelle: Daniel Heidmann

Grevesmühlen. Bei Thomas Mundt herrscht aktuell Hochbetrieb. Der 52-Jährige verbringt gerade viel Zeit mit dem Hegen und Pflegen seiner Pflanzen. „Sie müssen geputzt, gestutzt und natürlich gegossen werden“, erklärt er. Dabei schaut der gelernte Gärtner immer darauf, dass seine Gewächse genügend Platz haben. Sie sollen prächtig gedeihen. Denn am 30. April und 1.

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Familienbetrieb aus Grevesmühlen begeht kleines Jubiläum / Auf große Feier wird verzichtet / Doch am 30. April und 1. Mai findet wieder der Tag der offenen Gärtnerei statt.

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Mai findet auf dem Gelände des Familienunternehmens im Questiner Weg wieder der Tag der offenen Gärtnerei statt. Dort will er seine Pflanzen präsentieren. Drei Generationen der Mundts werden die Besucher begrüßen. Die Gäste können sich ihre Balkonkästen und Töpfe bepflanzen lassen. An beiden Tagen ist von 8 bis 16 Uhr auch eine Blumentombola und ein Kinderprogramm geplant.

„Wir werden alle Hände voll zu tun haben“, glaubt Ehefrau Anke Mundt. Auch deshalb bleibe bei dieser Veranstaltung wenig Zeit für Feierlichkeiten. Einen Grund gebe es zwar, denn die Gärtnerei Mundt begeht 2016 ihren 85. Geburtstag. „Groß gefeiert wird aber nur alle 25 Jahre“, betont Thomas Mundt, Inhaber des Betriebes.

Sein Großvater Wilhelm Mundt gründete die Gärtnerei am 30. Januar 1931. Zu Beginn wurden auf der Fläche in Grevesmühlens Westen Freilandgemüse und Maiblumen angepflanzt sowie Ziegen gehalten. 1936 entstanden dann die ersten Gewächshäuser. „In der Nachkriegszeit baute man viele Erdbeeren an“, berichtet Wilfried Mundt (77), Sohn des Betriebsgründers. Zu DDR-Zeiten belieferte die Gärtnerei schließlich sieben Blumengeschäfte im ganzen Land mit Saisonpflanzen.

Dabei blieb die Firma immer in privater Hand. Die Verstaatlichung zu einer Genossenschaft war zu Beginn der 1960er Jahre fast beschlossene Sache. „Doch weil die Verwaltung viel mit der Landwirtschaft zu tun hatte, haben sie uns einfach vergessen“, erzählt Wilfried Mundt. Die Dokumente blieben in irgendeiner Schublade liegen. „Dass wir weiter ein privater Betrieb waren, war aber nicht immer einfach“, sagt der 77-Jährige. Staatliche Unterstützung blieb aus, zudem sei die Grevesmühlener Gärtnerei schlechter beliefert worden. Doch die Familie kämpfte sich durch. Nach Wilfried trat später auch Thomas Mundt in die Fußstapfen seines Vaters.

Bis kurz nach der Wende diente das eigene Wohnhaus in der Bahnhofstraße dabei noch als Verkaufsplatz. Anfang der 1990er Jahre bezogen die Mundts dann den Laden in der August-Bebel-Straße, für dessen Geschicke Ehefrau Anke verantwortlich zeichnet. In Klütz und Boltenhagen kamen im Laufe der Zeit weitere Filialen hinzu. Und seit nun fast 20 Jahren veranstalte der Betrieb bereits den Tag der offenen Gärtnerei.

Thomas und Anke Mundt, die sich beim Fachschulstudium kennengelernt hatten, hoffen, dass das Grevesmühlener Traditionsunternehmen auch in Zukunft im Familienbesitz bleibt. Die 24-jährige Tochter Marieke bereitet sich mit ihrem Studium der Betriebswirtschaft in Wismar schon darauf vor. „Es ist eine freie Entscheidung von mir. Meine Eltern wären nicht böse gewesen, wenn ich etwas anderes gemacht hätte“, sagt sie. Im Mai absolviert sie bei Grönfingers in Rostock ein Praktikum. Ende des Jahres will sie mit ihrem Studium fertig sein — und irgendwann die Nachfolge der Eltern antreten.

„Es ist die Vielfalt, die dieser Beruf mit sich bringt“, erklärt die Tochter ihre Wahl, ebenfalls in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten.

Von Daniel Heidmann

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