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Nordwestmecklenburg Selmsdorf: Aus für Gemeinde-Ruinen
Lokales Nordwestmecklenburg Selmsdorf: Aus für Gemeinde-Ruinen
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22:23 07.11.2017
Durchgehend geöffnet, aber wenig einladend: Zu Ruinen verkommene Garagen in Selmsdorf sind mit Müll gefüllt. Quelle: Foto: Jürgen Lenz
Schönberg

Jeder, der durch Selmsdorf fährt, kennt sie: die seit Jahren leerstehenden Garagen nördlich der B 104. Sie sind zu Ruinen verkommen, teils mit Müll gefüllt. Nun sorgt die Gemeinde dafür, dass der Schandfleck verschwinden kann. Möglich machen soll das ein Umlegungsbeschluss, den ihre politischen Vertreter gefasst haben und der neben dem Abriss der Garagen zwei weitere Ziele verfolgt: Bau eines Weges von der unteren Lindenstraße zum Netto-Markt und Anpassen von Grundstücksgrenzen an die tatsächliche Wegeführung.

Bisher gehen und radeln viele Selmsdorfer am Rand der Bundesstraße, um zu dem 2013 eröffneten Netto-Markt zu kommen. Ihnen will die Gemeinde eine sichere Alternative bieten. „Menschen wären durch den Bau eines Weges besser geschützt“, sagt Bürgermeister Marcus Kreft (SPD).

Vor dem Bau muss die Gemeinde jedoch erst einmal Besitzer aller notwendigen Flächen werden. Kreft geht nach eigenem Bekunden davon aus, dass sich die Kommune mit allen betroffenen Eigentümern gütlich einigen kann, was die Regelung der Besitzverhältnisse der Wegeflächen, aber auch der Garagengrundstücke, betrifft.

Nach einem erfolgreichen Umlegungsverfahren würde sie die Ruinen nach Auskunft des Bürgermeisters beräumen. Kreft wurde damit beauftragt, die Umlegung durchzuführen. Er sagt über die Vorgeschichte:

„Die Gemeinde hatte im Herbst 2016 bereits erste Gespräche mit den Eigentümern geführt.“ Auch gab es nach Auskunft des Bürgermeisters eine Anhörung, bei der den Grundstückseigentümern Zweck und Ablauf der Umlegung erläutert worden sind.

Dabei bestätigte sich, dass sich die Grundstücksverhältnisse nicht komplett auf freiwilliger Basis neu ordnen lassen würden. Deshalb entschieden sich die Gemeindevertreter für eine Umlegung.

Mit diesem gesetzlich geregelten Flächentauschverfahren werden deutschlandweit Grundstücke geschaffen, die nach Lage, Form und Größe für eine bestimmte Nutzung geeignet sind – beispielsweise für ein Baugebiet oder für einen neuen Weg.

Dabei darf eine Umlegung nicht nur das öffentliche Interesse verfolgen. Sie muss auch die Belange der privaten Grundstückseigentümer berücksichtigen.

Gegen den Beschluss der Gemeindevertretung können Besitzer bis Ende November einen Widerspruch einlegen. Über diesen würden dann wiederum die politischen Vertreter der Kommune entscheiden.

Jürgen Lenz

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