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Nordwestmecklenburg Selmsdorfs Eltern wollen Zuschuss für Schulbusfahrten
Lokales Nordwestmecklenburg Selmsdorfs Eltern wollen Zuschuss für Schulbusfahrten
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22:27 08.11.2013
Etwa 50 Kinder aus Selmsdorf nutzen den Bus nach Wahrsow. Quelle: LN
Selmsdorf

Was Eltern in der Gemeinde Kalkhorst recht ist, das kann Müttern und Vätern in der Gemeinde Selmsdorf nur billig sein: Zuschüsse für Busfahrten ihrer Kinder zur Schule der Wahl. Das meint Willi Mühlenberg, Elternsprecher der Regionalen Schule in Wahrsow und Einwohner der Gemeinde Selmsdorf. Er sagt: „Die Eltern fragen: Warum nicht gleiches Recht für alle?“ Das Problem nach Beschlüssen des Kreistags: Während der Kreis Busfahrten von Kindern aus sechs Ortsteilen der Gemeinde Kalkhorst zur örtlich nicht zuständigen Schule in Klütz bezahlt, werden Eltern aus der Gemeinde Selmsdorf zur Kasse gebeten, deren Kinder die Schule im Lüdersdorfer Ortsteil Wahrsow besuchen und nicht die örtliche zuständige Regionale Schule in Dassow mit Außenstelle in Selmsdorf. Nach Mühlenbergs Angaben geht es um etwa 50 Kinder. „Teilweise haben Eltern zwei Kinder in der Schule in Wahrsow. Das wird ganz schön teuer“, sagt der Elternsprecher. Pro Schüler und Monat seien rund 50 Euro für die Busfahrten zu zahlen.

Mühlenberg sagt: „Die Eltern wollen gar nicht unbedingt alles bezahlt bekommen. Ihnen würde die Hälfte reichen, so wie es vor einem Beschluss des Kreistags war.“ Die Schule in Wahrsow sei im Gegensatz zu der in Dassow eine Ganztagsschule. Das sei gerade dann günstig, wenn beide Eltern berufstätig sind, sagt Mühlenberg. Außerdem biete Wahrsow mehr Arbeitsgemeinschaften. Er könne die Eltern in der Gemeinde Kalkhorst verstehen — und auch, dass der Dassower Bürgermeister Jörg Ploen (SPD) um jeden Schüler kämpfe. Zahlreiche Eltern in der Gemeinde Selmsdorf würden aber die Schule in Wahrsow bevorzugen. Mühlenberg kritisiert: „Durch die Hintertür wird versucht, die Kinder nach Dassow zu schicken, um dort nicht wegen geringer Schülerzahlen in Schieflage zu kommen.“

Ein offener Brief des Elternvertreters an Landrätin Birgit Hesse (SPD) und alle Fraktionen im Landtag blieb ohne Wirkung. In einer Einwohnerfragestunde des Kreistags durfte sich Mühlenberg nicht äußern. Er bedauert: „Ich durfte nichts dazu sagen, weil das Thema auf der Tagesordnung stand.“ Von der Gemeinde Selmsdorf bekomme er keine Unterstützung, auch nicht vom Bürgermeister.

Bürgermeister Detlef Hitzigrat (parteilos) sagt: „Wir haben einen Schulkooperationsvertrag mit der Stadt Dassow, nicht mit der Gemeinde Lüdersdorf.“ Die Gemeinde Selmsdorf wolle den Bürgern nichts vorenthalten und es tue ihm leid, dass Eltern in Selmsdorf nach einem Beschluss des Kreistags für Busfahrten ihrer Kinder viel Geld zahlen. Als Bürgermeister müsse es ihm aber auch darum gehen, Selmsdorf als Schulstandort zu sichern.

Jürgen Lenz

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