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Nordwestmecklenburg Selmsdorfs Politikkarussell dreht sich neu
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21:22 25.09.2013
Zehn ständige Mitglieder der Selmsdorfer Runde sind bereit, sich für die nächste Wahlperiode einzubringen.“Udo Gutschke (60), Sprecher der Selmsdorfer Runde

Neun Monate vor den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 kommt Bewegung in die Lokalpolitik in Selmsdorf. Ein Akteur: die im März 2011 gegründete „Selmsdorfer Runde“ —

bisher ein eher lockerer Zusammenschluss von politisch interessierten Einwohnern der Gemeinde. Nun kündigt Udo Gutschke (60), Sprecher der Selmsdorfer Runde, an: „Zehn ständige Mitglieder der Selmsdorfer Runde sind bereit, sich für die nächste Wahlperiode einzubringen.“ Unter welchem Namen, stehe noch nicht fest. Ein derzeitiges Ziel sei, ein Programm für die Neuwahl der Gemeindevertretung und des Bürgermeisters in Selmsdorf zu erarbeiten.

Erstmals antreten wird auch eine Partei, die auf Bundesebene für Schlagzeilen sorgt. Gemeindevertreter Michael Tauchert (57), der bisher der Wählergemeinschaft „Pro Selmsdorf“ angehörte, kündigt an: „Zur Kommunalwahl im Mai 2014 wird die Alternative für Deutschland (AfD) mit einer offenen Liste, auf der auch Parteilose kandidieren können, zur Kommunalwahl in Selmsdorf antreten.“ Die AfD hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag in beiden Wahlkreisen, zu denen der Landkreis gehört, 5,3 Prozent erreicht.

Michael Tauchert ist vor der Wahl in sie eingetreten. Er hat auch die Gründung einer Ortsgruppe der AfD für das Schönberger Land und den Klützer Winkel mitinitiiert. Sie kam gestern Abend zu einem ersten Treffen in der Raststätte in Selmsdorf zusammen. Michael Tauchert sagt, er habe sich für diese Partei entschieden, weil er als Hobbypolitiker mehr Wissen benötige, um Selmsdorf besonders in der Finanzpolitik besser zu vertreten. Dafür sei eine bundesweit arbeitenden Partei mit zahlreichen Finanzwissenschaftlern und Juristen in ihren Reihen eher geeignet als eine Wählergemeinschaft. In naher Zukunft stünden schwierige Entscheidungen in der Finanzpolitik der Gemeinde Selmsdorf an. Zudem hätten engagierte Mitglieder in der AfD einen viel höheren Stellenwert als in etablierten Parteien.

Die Mitglieder der Selmsdorfer Runde gehören keiner Partei an. Udo Gutschke sagt: „Uns gehen die Interessen der Gemeinde vor Parteiinteressen.“ Es gebe mittlerweile 16 ständige Mitglieder mit der Bereitschaft, sich über die Gemeindepolitik zu informieren, sie zu analysieren und „etwas zu verändern.“ Zur Runde gehören auch zwei Gemeindevertreter der Wählergemeinschaft „Bürger für Selmsdorf“

(BfS): Willi Mühlenberg und Detlef Lüth, der sagt: „Wir brauchen engagierte Bürger in dieser Gemeinde.“ In der Runde sei jeder Neue herzlich willkommen, sagt Gutschke.

Immer wieder verfolgten Mitglieder der Runde die Sitzungen der Gemeindevertretung und ihrer Ausschüsse. Unlängst informierten sie sich auf der Deponie Ihlenberg, sprachen mit Geschäftsführer Berendt Krüger und Prokurist Norbert Jacobsen.„Die Transparenz hat mich überrascht“, sagt Detlef Lüth. Fest steht nach Udo Gutschkes Angaben bereits: Auch nach den Kommunalwahlen soll die Selmsdorfer Runde als runder Tisch weiter existieren.

Jürgen Lenz

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