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Nordwestmecklenburg „So stell’ ich mir Dorfleben vor“
Lokales Nordwestmecklenburg „So stell’ ich mir Dorfleben vor“
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21:10 13.09.2018

Rohlstorf ist ein Wohndorf“, sagt Silvia Gerhards. „Man kennt sich untereinander, achtet aufeinander.“ Die 65-Jährige zog 1969 nach Rohlstorf zu ihrem Ehemann Manfred. „Meine Schwiegereltern hatten eine alte Bauernstelle direkt am Dorfteich.“ Sie wurde umgebaut. In dem Reihenhaus befinden sich heute vier Wohneinheiten.

Silvia Gerhards lebt gerne in Rohlstorf. „Es gibt einen guten Zusammenhalt“, begründet sie. Auch die Zugezogenen würden in die Dorfgemeinschaft integriert. „Wir haben im August zum Straßenfest eingeladen“, erzählt sie und meint als Initiatoren auch ihre Schwester Christiane Thiele und Nachbarin Petra Zornow. Es wurde gegrillt und die Menschen – einheimische wie Neuankömmlinge – haben sich kennengelernt. „So erfährt man mehr voneinander und merkt auch, dass man sich gegenseitig unterstützen kann.“ Mit dabei war unter anderem eine junge Familie mit Baby. „Wer schon zu Hause ist, könnte mal einspringen und auf das Kind aufpassen“, nennt die agile Rentnerin ein Beispiel. Die Auswertung des Festes ergab, es gibt jetzt mehr Kontakt untereinander. „Wir wollen auf jeden Fall im Herbst oder Winter solch ein Zusammentreffen wiederholen und damit befördern, dass die Leute hier nicht nur wohnen, sondern sich näherkommen.“

So stellt sich Silvia Gerhards das Dorfleben vor. Die Nachbarschaftshilfe gibt es hier wirklich, sagt sie. Hochbetagte Einwohner ohne Familienangehörige seien auf die Hilfe anderer schon deshalb angewiesen, weil es keine Einkaufsmöglichkeit im Dorf gibt. Lediglich der Inselbäcker kommt montags mit seinem Verkaufswagen. Bei ihm können die Rohlstorfer auch bestellen.

„Vielleicht mache ich mal eine WG in meinem Haus auf. Platz genug hätte ich“, überlegt die Mutter eines erwachsenen Sohnes, der bei Frankfurt/Main lebt. Die frühere Geschäftsführerin der Diakonie in Wismar engagiert sich in der Kirchengemeinde, leitet den Kirchenchor und unterrichtet Betriebswirtschaft bei einem Bildungsträger in Wismar.

Neben all diesen Aktivitäten halten ihre beiden Hunde Bea und Wotan sie auf Trab. Mit ihnen geht sie gerne um den Dorfteich spazieren. Vom Weg ab kommt man direkt ins Wäldchen, sagt sie. Dort am Kartlower Weg befand sich mal ein Sportplatz, auf dem Fußballspiele ausgetragen wurden, erinnert sich Silvia Gerhards. Jetzt sei er ein stückweit aufgeforstet. Einige Dorfbewohner halten hier Pferde.

hw

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