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Nordwestmecklenburg Spatenstich zur Wiederbelebung des Damshagener Zentrums
Lokales Nordwestmecklenburg Spatenstich zur Wiederbelebung des Damshagener Zentrums
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20:13 16.05.2017
Damshagens Bürgermeisterin Mandy Krüger (r.), Stephan Weiß (M.), Bauleiter der beauftragten Firma „TuK“ aus Schwerin, und Ines Wien, Leitende Verwaltungsbeamtin, beim Spatenstich zu den Erschließungsarbeiten für das Baugebiet an der Alten Schmiede. Quelle: Foto: Daniel Heidmann

Die Gemeinde Damshagen hat gestern den Spatenstich zur Erschließung eines neuen Baugebiets vorgenommen. Am Gemeindezentrum Alte Schmiede sollen auf etwa 9000 Quadratmetern elf Grundstücke entstehen, die überwiegend zur Wohnbebauung vorgesehen sind. „Das ist ein ganz großer Schritt für die Gemeinde. Es ist eine Wiederbelebung der Dorfmitte“, sagte Bürgermeisterin Mandy Krüger (ptl.). Auf dem Areal stand früher ein Gutshof, der nach der Wende abgerissen wurde.

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An der Alten Schmiede entstehen elf neue Grundstücke / Lange fehlte das Geld.

Die beauftragte Tief- und Kulturbau (TuK) GmbH aus Schwerin hat mit den Erschließungsarbeiten bereits begonnen. Regenentwässerung, Wasser- und Abwasser- sowie Gas- und Stromanschlüsse werden in den nächsten Wochen verlegt. Auch die Zuwegungen entstehen. Der erste Teil der neuen Baufläche soll bereits zum 31. Juli Hochbaureife erreichen. Dann könnten erste Käufer mit dem Hausbau beginnen. „Ich denke im Frühjahr 2018 werden die ersten Häuser fertig sein“, meinte Mandy Krüger. Bereits die Hälfte der Grundstücke ist beim Amt Klützer Winkel reserviert. Doch die Gemeinde Damshagen hat die Fläche als Mischgebiet ausgeschrieben. Die Bürgermeisterin wünscht sich, dass sich auch kleineres Gewerbe an der Alten Schmiede ansiedelt. „Bäcker, Friseur, ein Café oder auch Büros“, zählte sie gestern auf.

Die Erschließung der gemeindeeigenen Fläche im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 8 hatte sich in der Vergangenheit arg verzögert. Bereits in der Bürgermeisterära von Willi Heidmann (1999 bis 2009) hatten die Planungen begonnen. Doch der Kommune fehlten die finanziellen Mittel, um das Gelände zu erschließen. Zudem gab es Unstimmigkeiten mit Eigentümern benachbarter Flächen. „Dass es damals nicht voranging, hat uns sehr geärgert“, erinnerte sich Willi Heidmann (SPD) gestern zurück. „Das ist jetzt ein längst überfälliger Schritt. Wir wissen schon länger, dass wir Entwicklung und Zuzug in unserer Gemeinde brauchen. Was lange währt, wird endlich gut“, sagte der heutige Vorsitzende des Damshagener Bauausschusses.

Doch aus eigener Tasche kann die klamme Gemeinde die Erschließungsarbeiten nicht finanzieren. Im vergangenen Jahr bekam Damshagen allerdings die Genehmigung für einen Kredit über 500000 Euro.

Diese Summe ist für die Maßnahmen in etwa kalkuliert. „Da hat uns der Finanzmarkt mit dem derzeitigen Niedrigzins in die Karten gespielt“, sagte Bürgermeisterin Mandy Krüger. Der Kredit soll über die künftigen Grundstücksverkäufe wieder abgezahlt werden. Dafür sind zehn Jahre vorgesehen. „Wir werden diesen Zeitraum auch nutzen, um den Kredit zu tilgen. Aber er ermöglicht uns auch einen kleinen Puffer, falls die Flächen nicht alle sofort verkauft werden“, so die Gemeindechefin. Doch sie glaubt, dass die aktuellen 2169 Einwohner von Damshagen sehr bald einige neue Nachbarn dazubekommen.

Daniel Heidmann

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