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Nordwestmecklenburg Spektakulärer Schmuckraub auf Rügen: Juwelen im Wert von 500 000 Euro weg
Lokales Nordwestmecklenburg Spektakulärer Schmuckraub auf Rügen: Juwelen im Wert von 500 000 Euro weg
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15:07 15.07.2013
Dort räumten sie eine komplette Schmuckausstellung sowie das Atelier eines Goldschmiedes aus. Quelle: dpa
Kap Arkona/Stralsund

Der Schaden durch den spektakulären Schmuckraub am Wochenende auf der Insel Rügen ist wohl deutlich größer als bislang befürchtet. „Ich schätze, dass der Wert der Beute bei rund 500 000 Euro liegen wird“, sagte der betroffene Schmuckkünstler, Nils Peters, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Bisher war die Polizei von „mehr als 100 000 Euro“ ausgegangen. Trotz intensiver Ermittlungen blieb die Beute - Schmuckstücke aus Gold, Silber und Bernstein - bisher aber unauffindbar, erklärte eine Polizeisprecherin in Stralsund.
Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag einen bei Touristen wegen der Aussicht und einer Schmuckausstellung sehr beliebten ehemaligen Seefunk-Peilturm am Kap Arkona aufgebrochen. Dort räumten sie eine Schmuckausstellung sowie das Atelier eines Goldschmiedes fast komplett aus und zerschlugen Inventar. „Es wurde bereits eine Belohnung von rund 5000 Euro für Hinweise auf die Täter ausgesetzt“, sagte Sven Uerckwitz von der Tourismusgesellschaft Kap Arkona. „Außerdem ist eine Reiterspore von den archäologischen Grabungen am Kap Arkona ebenfalls weggekommen“, sagte Goldschmied Peters.
„Wir sind alle geschockt“, sagte der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft, die dem Künstler den Turm verpachtet hat. Das fünfstöckige Bauwerk werde jährlich von mehreren Zehntausend Gästen besucht, die die aktuelle Ausstellung sowie einen imposanten Ausblick auf die Umgebung aus der Glaskuppel erleben könnten. Nun sei der Turm vorerst gesperrt worden, man wolle ihn aber sobald wie möglich für Besucher wieder öffnen.
Der Fall gibt auch Uerckwitz Rätsel auf: „Der Turm war mit einer Alarmanlage und per Kamera gesichert.“ Die Anlage habe auch angeschlagen und den Sicherheitsdienst alarmiert. Er selbst sei gegen 3.30 Uhr alarmiert worden. Die Einbrecher seien ein hohes Risiko eingegangen: Wenn der Sicherheitsdienst nur wenige Minuten eher dagewesen wäre, hätten die Einbrecher in der Falle sitzen können, da es nur eine Zufahrt zu dem Turmgelände gebe, das etwa 800 Meter vom Leuchtturm entfernt liegt.
Das hatten die Täter vermutlich auch so eingeschätzt: „Man kann sehen, dass sie sich immer mehr beeilt haben, je höher sie gekommen sind“, sagte Peters. So sei im Atelier unter der Glaskuppel nur eine Kasse aufgebrochen worden, ein Teil der Schmuckstücke oben sei liegen gelieben. Trotz des Schadens, „für den hoffentlich die Versicherung aufkommt“, soll mit den verbliebenen Stücken eine neue Ausstellung gestaltet werden. Außerdem dürften die gestohlenen Schmuckstücke sehr bald auffallen, hofft Peters: „Es sind alles Unikate.“

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