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Nordwestmecklenburg Spendenaktion für den ertrunkenen Jungen
Lokales Nordwestmecklenburg Spendenaktion für den ertrunkenen Jungen
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20:10 07.08.2018
Diana Wulf (27) sammelt Spenden für die Familie des ertrunkenen Siebenjährigen aus Grevesmühlen. Quelle: Foto: M. Prochnow
Grevesmühlen

Die Geschichte ist so tragisch, dass sie viele Menschen in Grevesmühlen und Umgebung bewegt. Ein sieben Jahre alter Junge aus Grevesmühlen ist bei einem Badeunfall in Thelkow bei Tessin (Landkreis Rostock) ums Leben gekommen. Am Montag fanden Polizeitaucher die Leiche des Kindes, das zusammen mit seiner Schwester in einem Ferienlager in der Nähe war.

In diesem See fanden Taucher die Leiche. Quelle: Foto: Wüstneck/dpa

Sammelstellen

Spendenboxen für

die betroffene Familie, zu erkennen an dem aufgedruckten Küken, stehen bei:

• Diana Wulf

(Nagelstudio

in der Bahnhofstraße)

• Fahrschule Krohn

• Novi-Life

• Café Kaffeebrenner

• Trendshop

Die Geschichte macht Diana Wulf (27) fassungslos, die Betreiberin eines Nagelstudios in Grevesmühlen ist selbst Mutter. Die betroffene Familie lebt am anderen Ende der Stadt, dennoch kennt Diana Wulf die Eltern und die Kinder. „Sie sind finanziell nicht ganz so gut gestellt. Und deshalb dachte ich, dass vielleicht einige Menschen die Familie unterstützen.“ Ihr Aufruf fand große Resonanz.

Inzwischen stehen mehrere Spendenboxen in den Geschäften in Grevesmühlen (siehe Kasten). „Das Geld ist für die Beisetzung gedacht, die ganze Sache ist so schlimm, vielleicht können wir mit dem Geld helfen, dass es einen würdigen Abschied gibt.“

Der Junge wäre in wenigen Tagen zur Schule gekommen, die ganze Familie steht unter Schock. Die Schwester des Siebenjährigen, die zu den 44 Kindern des Ferienlagers gehörte, wurde unmittelbar vor Ort betreut. „Es ist so unglaublich traurig, die Eltern schicken die Kinder ins Ferienlager, damit sie eine schöne Zeit mit anderen Kindern verbringen. Und dann passiert so ein Unglück“, sagt die Organisatorin der Spendenaktion. Bereits am Montag, als die schreckliche Nachricht in Grevesmühlen ankam, hatte sie überlegt, wie man Geld sammeln könnte. Am Ende kam sie mit einer Freundin auf die Spendendosen, auf denen ein Küken aufgedruckt ist.

Der Fall hatte am Sonntag im Landkreis Rostock für eine großangelegte Suchaktion gesorgt. Nachdem klar war, dass der siebenjährige Jayden beim Baden vermisst worden war, hatten am Sonntagabend und in der Nacht Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot, Hubschrauber und Hunden in der Umgebung nach dem Kind gesucht. Anwohner waren aufgefordert worden, ihre Grundstücke abzusuchen. Taucher fanden schließlich den Leichnam des Siebenjährigen am Montagvormittag in einem kleinen See im Ort unweit der Badestelle, die die Ferienlagergrppe zuvor genutzt hatte. Der Junge konnte nicht schwimmen, hatte ein Polizeisprecher bestätigt. Die genaue Unglücksursache steht noch nicht fest, die Ermittlungen dazu seien angelaufen, hieß es.

Der Junge war am Sonntag mit seiner Ferienlagergruppe baden gegangen, soll das Wasser aber zwischenzeitlich verlassen haben, wie die Polizei mitteilte. Danach sei er nicht mehr gesehen worden. An dem Ferienlager hatten insgesamt 44 Kinder teilgenommen.

Der Siebenjährige aus Grevesmühlen ist nach Angaben der Wasserschutzpolizei bereits der 18. Badetote in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr.

Am kommenden Sonnabend, 11. August, wird es beim Rehna Open Air (Beginn 20 Uhr, Einlass ab 18 Uhr) ebenfalls eine Spendenaktion zugunsten der Familie von Jayden geben. Moderator Alexander Stuth hat angekündigt, dass er auf der Veranstaltung für die Aktion werben wird.

Michael Prochnow

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