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Nordwestmecklenburg Sportplatz: Arbeitsgruppe soll Neubau vorantreiben
Lokales Nordwestmecklenburg Sportplatz: Arbeitsgruppe soll Neubau vorantreiben
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20:13 05.01.2018
Der Klützer Sportplatz – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss Bothmer – steht aktuell unter Wasser. Die Drainage ist kaputt. Quelle: Foto: Michael Prochnow

Das Projekt Sportplatz-Neubau in Klütz kommt voran: Die Stadt hat für das Vorhaben eine Arbeitsgruppe (AG) ins Leben gerufen. Sie soll sich mit dem Thema Neubau auseinandersetzen, in Gesprächen die weitere Vorgehensweise beraten, offene Fragen klären und die Vertragsgestaltung mit diversen Nutzern vorbereiten. „Ich bin sehr froh, dass wir die Arbeitsgruppe ,Neue Sportanlage Klütz’ bilden konnten. Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit diesem Modell gemacht. Und es macht auch mir die Arbeit leichter“, sagt der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (CDU). Unter anderem hatte die Stadt in der Vergangenheit schon eine entsprechende AG für die Projekte Straßenbeleuchtung und Bauhof formiert.

Sechs Mitglieder umfasst das Klützer Gremium zum Millionenprojekt.

Die Arbeitsgruppe für den neuen Sportplatz, der am Kreisel an der katholischen Kirche geplant ist (wir berichteten), umfasst sechs Mitglieder. Neben dem Bürgermeister gehören auch drei weitere Stadtvertreter dazu: Jens Nevermann, Uwe Swazina und Alexander Marx. Hinzu kommen je ein Vertreter der Regionalen Schule sowie des Sportvereins Klütz. Sie werden sich in den nächsten Monaten mehrfach zu Beratungen an einen Tisch setzen. „Im Januar wird die AG die Arbeit aufnehmen“, kündigt Guntram Jung an. Er wird mit Teilen des Gremiums unter anderem Termine bei den entsprechenden Ministerien in Schwerin wahrnehmen.

AG-Mitglied Jens Nevermann glaubt, dass die Beratungen in kleinerer Runde schneller zu Ergebnissen führen als in größeren Ausschüssen. „Ich erhoffe mir durch die Arbeitsgruppe kürzere Dienstwege“, sagt der Vorsitzende des Klützer Finanzausschusses. Da der grobe Plan für den Neubau bereits steht, gehe es nun auch darum, Kleinigkeiten zu klären. Ein wichtiges Ziel sei es, mit der Schule und dem Sportverein in Sachen Nutzung einen gemeinsamen Nenner zu finden. „Der neue Sportplatz ist ein wichtiges Thema, weil dort auch der Schulsport dranhängt. Es ist wichtig, dass es hier vorangeht“, erklärt der 44-Jährige.

Denn der Zustand des aktuellen Klützer Sportplatzes gleicht einem Trauerspiel. Das Areal in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss Bothmer steht in diesen Tagen unter Wasser. „Es wurden provisorische Arbeiten durchgeführt. Doch die Drainage hat den Geist aufgegeben“, berichtet Nevermann. Im Zuge des geplanten Neubaus soll die marode Anlage, die in den 1960er Jahren entstanden ist, an das Finanzministerium verkauft werden, das auch das Schloss Bothmer verwaltet. Laut einem Gutachten hat das Gelände nur noch einen Wert von 364000 Euro.

Dem stünde eine Investitionssumme in Millionenhöhe gegenüber. „Wir rechnen für das Gesamtprojekt neuer Sportplatz mit fünf Millionen Euro“, sagt Guntram Jung. Die Stadt hofft dabei auf eine 80-prozentige Förderung durch Innen-, Bildungs- und Landwirtschaftsministerium sowie den Landessportbund. „Mehr als eine Million Euro Eigenanteil aufzubringen wird schwierig“, betont der Bürgermeister. Bis zum Frühjahr sollen letzte Abstimmungen in Schwerin folgen. Danach hofft das Klützer Stadtoberhaupt auf die Förderzusage und damit grünes Licht für den Neubau. In vier Bauabschnitten sollen am Kreisel an der katholischen Kirche dann ein Naturrasenplatz mit umlaufender Kampfbahn, eine Kunstrasenfläche samt Flutlicht, ein Multifunktionsgebäude und ein Parkplatz entstehen. Ein zusätzlicher Kleinfeld-Kunstrasenplatz stand lange Zeit zur Debatte, ist mittlerweile aber vom Tisch. Das Vorhaben hat in der Vergangenheit schon für Diskussionen gesorgt. Nicht viele finden den Neubau unnötig, weil nur knapp vier Kilometer entfernt eine moderne Sportanlage in Boltenhagen existiert. Dorthin weichen die Fußballer des SV Klütz schon jetzt teilweise aus.

Klützer Millionenprojekt

5 Millionen Euro soll der Bau des neues Sportplatzes in Klütz laut Stadt ungefähr kosten. Entstehen sollen ein Naturrasenplatz mit 400-Meter-Kampfbahn, ein Kunstrasenfeld mit Flutlichtanlage, ein zweistöckiges Multifunktionsgebäude mit Umkleidekabinen und Versammlungsraum sowie ein Parkplatz.80 Prozent Förderung erhofft sich die Stadt durch verschiedene Ministerien und den Landessportbund für das Vorhaben. Der Verkauf des alten Sportplatzes an das Land soll verrechnet werden. Die marode Anlage hat laut Gutachten einen Wert von 364000 Euro.

Daniel Heidmann

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