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Nordwestmecklenburg Stadt plant weiter an Wohnmobilhafen
Lokales Nordwestmecklenburg Stadt plant weiter an Wohnmobilhafen
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20:10 31.07.2018
Etwa zwei Hektar Wiese im Klützer Gewerbegebiet möchte ein Investor zu einem Wohnmobilhafen machen. Quelle: Foto: Malte Behnk
Klütz

Vor zwei Jahren hat ein Investor in der Stadt Klütz den Antrag gestellt, im Gewerbegebiet an der Lübecker Straße einen Wohnmobilhafen zu bauen. Seitdem beraten Bauausschuss und Stadtvertretung darüber. Ein Grundsatzbeschluss wurde gefasst und es soll der Bebauungsplan für das Gebiet geändert werden.

Im Klützer Gewerbegebiet will ein Investor Platz für Urlauber im Caravan schaffen / Gebiet soll vorerst nicht in Mischgebiet umgewandelt werden.

Dabei gab es auch die Überlegung, das Gewerbegebiet in ein Mischgebiet umzuwandeln. Hintergrund ist, dass viele Gewerbetreibende in dem Gebiet wohnen, was in Betriebswohnungen zulässig ist. In einem Mischgebiet wäre nicht störendes Gewerbe neben reinen Wohnhäusern möglich. Doch gegen eine Umwandlung hat sich nun Widerstand entwickelt. „Wir haben die Grundstücke für Gewerbe günstig verkauft und hätten für Wohngrundstücke mehr bekommen können“, sagte Stadtvertreter Jens Nevermann, der auch Vorsitzender des Finanzausschusses ist. Bürgermeister Guntram Jung stimmte ihm zu: „Eine Umwandlung würde die Grundstücke aufwerten und einen höheren Verkaufswert bringen.“

Ohne weiteres wollen die Stadtvertreter so eine Aufwertung nicht beschließen. Der Wohnmobilhafen könne auch ohne eine Umwandlung des Gewerbegebietes geplant und gebaut werden. „Wir wollen den Investor nicht unnötig ausbremsen, aber es sollen der Stadt möglichst auch keine Kosten entstehen.

Grundsätzlich kommt der Investor mit seinem Plan für einen Wohnmobilhafen der Stadt sehr gelegen. Schon seit Jahren gibt es keine Interessenten, die auf noch freien Flächen weiteres Gewerbe ansiedeln wollen. Etabliert haben sich unter anderem eine Autowerkstatt, eine Möbeltischlerei, ein Labor für Zahntechnik, ein Verteilzentrum der Post und eine Spedition.

Der Investor des Wohnmobilhafens würde zwei Hektar Fläche benötigen. Darauf will er 200 Stellplätze für Wohnmobile schaffen. zusätzlich sollen auf der Fläche Einrichtungen für Versorgung und Infrastruktur, für Dienstleistungen, für einen Kiosk und für eine Rezeption errichtet werden.

Bau einer Diskothek abgelehnt

Vor 18 Jahren gab es schon einmal den Antrag, den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet zu ändern, weil ein Investor dort eine Diskothek bauen wollte. Gegen die Pläne gab es großen Widerstand aus der Bevölkerung, weil Lärm und andere Belästigungen befürchtet wurden. Die Stadtvertreter lehnten das Projekt damals ab.

Pläne für Wohngebiet

Würden die Stadtvertreter sich künftig doch noch für eine Umwandlung des Gewerbegebiets in ein Mischgebiet entscheiden, wollen sie zuvor mit den Gewerbetreibenden darüber sprechen. Unter anderem soll dann geklärt werden, ob die Stadt für eine Aufwertung der Grundstücke Geld verlangen kann, ähnlich wie Anwohner der Innenstadt Beiträge zur Stadtsanierung gezahlt haben. Eine Änderung, könnte sich auf die Nachbarschaft auswirken. An die Einzelhäuser des Gewerbegebiets grenzen derzeit Gebäude des Landwirtschaftsbetriebs Klützer Winkel. Der Betrieb plant langfristig, die Hallen und andere Gebäude aufzugeben. Dann könnte dort ein Wohngebiet entstehen. Das dürfte aber nicht direkt neben einem Gewerbegebiet entstehen. Also müsste der bisherige Gewerbepark dann doch in ein Mischgebiet umgewandelt werden.

Malte Behnk

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