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Nordwestmecklenburg Stadt sperrt marode Leichtathletikanlage
Lokales Nordwestmecklenburg Stadt sperrt marode Leichtathletikanlage
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20:39 24.07.2017
Die Anlaufbahnen der Weitsprunggrube und die Absprünge sind in schlechtem Zustand und müssen saniert werden. FOTOS (2): STEFFEN OLDÖRP

Die Stadt Schönberg hat die Weitsprunggrube und den Kugelstoßring im Palmberg-Stadion gesperrt. Leichtathletik und Schulsport sind nur noch eingeschränkt möglich. „Aufgrund eines Gutachtens der Unfallkasse habe ich mich dazu gezwungen gesehen“, erklärt Bürgermeister Lutz Götze den Anlass für die Sperrung.

Weitsprunggrube und Kugelstoßring sind nicht mehr sicher / Investition geplant.

Der Prüfer der Unfallkasse hat nach Aussage von Schulleiter Frank Becker, „die Gefahr gesehen, dass sich Schüler verletzen können“. Lutz Götze berichtet, dass sich Eltern von Schülern bereits über den Zustand beschwert haben. „Hätten wir die Anlagen nicht gesperrt und es würde beim Schulsport zu einem Unfall kommen, wären wir als Stadt in der Haftung“, begründet Götze seine Entscheidung.

Der Sportplatz ist Eigentum der Stadt Schönberg. Sie ist damit für die Pflege und die Erhaltung zuständig. Schüler und Lehrer des Ernst-Barlach-Gymnasiums, der Förderschule Anne Frank und der Evangelischen Inklusiven Schule „An der Maurine“ nutzen den Sportplatz für den Schulsport.

Der Kreis Nordwestmecklenburg als Träger des Gymnasiums und der Förderschule und die Evangelische Inklusive Schule zahlen dafür ein sogenanntes Nutzungsentgelt.

Bürgermeister Götze findet den Zustand der Weitsprunggrube und des Kugelstoßrings nicht mehr zeitgemäß: „Wir haben in den vergangenen Jahren leider nicht genug getan, um diese Anlagen zu erhalten.

Deshalb gibt es jetzt einen erheblichen Sanierungsstau.“

Aus Lutz Götzes Sicht geht es jetzt darum, alles dafür zu tun, dass die Disziplinen Weitsprung und Kugelstoßen so schnell wie möglich wieder im Fach Sport bewertet werden können.

Damit das möglich ist, haben die Stadtvertreter beschlossen, 30000 Euro zur Verfügung zu stellen. „Unser Ziel ist, die Anlagen so herzustellen, dass sie einer DIN-Norm entsprechen und für den Schulsport wieder zugelassen werden“, so Götze. Schulleiter Frank Becker geht davon aus, dass die Weitsprunggrube und der Kugelstoßring im neuen Schuljahr wieder genutzt werden können.

Laut Aussage des Bürgermeisters würde die Stadt sogar weiteres Geld in den Sportplatz stecken – in Planungskosten für möglicherweise weitere Sportanlagen im Palmberg-Stadion.

„Wenn uns das gelingt und wir die Mittel vom Land bekommen, so wie sie avisiert wurden, wäre es möglich, dass wir auch die 400-Meter-Bahn rekonstruieren oder gar eine neue Tartanbahn bauen. Dann hätten wir in Schönberg sehr gute Bedingungen für den Schul- und Allgemeinsport.“ Der Landkreis, so Götze, wäre dann auch bereit, über eine Erhöhung des Nutzungsentgelts mit der Stadt zu verhandeln.

„Auf diese Weise würde sich der Kreis also an den Kosten beteiligen.“

Nach Aussage des Bürgermeisters gibt es außerdem Überlegungen, in Zusammenarbeit mit der Leichtathletiksparte der TSG Schönberg eine mobile Hochsprunganlage zu kaufen. „Es muss aber erst geklärt werden, ob wir dafür Fördermittel bekommen. Schließlich kostet so eine mobile Hochsprunganlage immerhin 11000 Euro“, sagt Götze.

Steffen Oldörp

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