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Nordwestmecklenburg Stadtvertreter sehen Kinder in Gefahr
Lokales Nordwestmecklenburg Stadtvertreter sehen Kinder in Gefahr
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22:37 22.02.2016

Er hat das Problem mehrmals in Sitzungen der Stadtvertretung angesprochen und auch erwähnt, dass die Feuerwehr behindert werden könnte. „Aber richtig passiert ist bis jetzt nichts.“

Die Situation in der Amtsstraße ist sehr gefährlich.“Jörn Stange, SPD-Fraktion

Manche Schönberger sprechen von „chaotischen Zuständen“, die morgens in der Amtsstraße herrschen würden. Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) sagt: „Es entstehen immer wieder brenzlige Situationen.“ Ursache seien die Undiszipliniertheit von Eltern, die ihre Kinder dort zur Schule fahren, und die Tatsache, dass die Straßenverkehrsordnung nicht eingehalten werde. Götze warnt: „Wenn ein Kind überfahren wird, ist das Geschrei groß.“

So weit wollen es die Stadtvertreter nicht kommen lassen. Sie beschlossen auf Antrag von Stephan Korn (SPD-Fraktion) einstimmig, „zur Beurteilung der Schulwegsicherung in der Amtsstraße eine Gefährdungsbeurteilung durchführen zu lassen“. Ronny Freitag (Liberale Wählergemeinschaft Schönberg) ergänzte, damit solle am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien begonnen werden. Den Beschluss fassten die Stadtvertreter am 17. Dezember vorigen Jahres. Fertig ist die Gefährdungsbeurteilung noch nicht. Antje Kopp, Leiterin des Fachbereichs Bau- und Ordnungswesen im Amt Schönberger Land, sagt: „Wir sind bei der Abarbeitung des Problems.“ Das Amt sei wegen der Parkregelung in Verbindung mit der Kreisverwaltung. Sie ist für verkehrsrechtliche Anordnungen zuständig.

Jörn Stange erklärt, was die Schönberger Kommunalpolitiker wollen: „Wir als Stadtvertreter fordern ein absolutes Halteverbot beidseitig, weil es sonst gefährlich ist für Kinder. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf.“ Den sehen auch Lutz Götze und Stephan Korn. Sie sind ebenfalls dafür, dass das absolute Halteverbot nicht nur, wie bisher, auf einer Straßenseite gilt, sondern auf beiden —

und dass das auch kontrolliert wird. Eltern, Anwohner und Lehrer sollten zum Parken und Anhalten andere Gelegenheiten nahe der Straße nutzen. Stephan Korn erklärt: „Jedes Auto, das auf und an der Straße steht, nimmt dort Kindern die Sicht auf andere Autos und Autofahrern nimmt es die Sicht auf Kinder.“

Der Wunsch von Stadtvertretern im vorigen Jahr, dass kein Kind in der Amtsstraße zu Schaden kommt, erfüllte sich nicht. Nach Angaben der Polizei wurde in der vorigen Woche ein Schüler nach einem Unfall zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Junge und der Fahrer des Taxis, mit dem er gebracht wurde, seien bei einem Rückwärtsrollen des Wagens leicht verletzt worden.

Jürgen Lenz

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