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Stark: Grevesmühlen wird erneut Trainingsstützpunkt

Grevesmühlen Stark: Grevesmühlen wird erneut Trainingsstützpunkt

Top-Bedingungen für Top-Athleten / Ärger mit Hundekot in Sprunganlage.

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Zähne zusammenbeißen und durch: Maria David (12) und Trainer Steffen Wolf beim anstrengenden Stabilisationstraining in der Halle.

Quelle: Fotos: Jana Franke

Grevesmühlen. Zum dritten Mal in Folge ist Grevesmühlen vom Leichtathletik-Verband Mecklenburg-Vorpommern zum Trainingsstützpunkt ernannt worden. Es gibt sieben weitere im Bundesland: Bad Doberan, Waren, Greifswald, Grimmen, Mühl Rosin, Neustrelitz und Ribnitz Damgarten/Sanitz. Die Anerkennung, für die Sportvereine Kriterien erfüllen und sich bewerben müssen, gilt für vier Jahre.

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Top-Bedingungen für Top-Athleten / Ärger mit Hundekot in Sprunganlage.

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Entsprechend der örtlichen Möglichkeiten werden bei Blau-Weiß Grevesmühlen 160 Leichtathleten trainiert – von Altersklasse fünf bis derzeit 64 Jahre. Auf einige Sportler kann der Verein zurückblicken, die an Leistungszentren in Schwerin und Rostock delegiert worden sind – zum Beispiel Pia Ruthenberg, Sofia Robrahn und Luca Ahrens. Andere Leichtathleten haben an Probewochen der Sportgymnasien teilgenommen. Zudem zählt der Verein vier Trainer mit Leistungssport-Lizenzen, er kann auf Platzierungen bei Landesmeisterschaften und Sportler, die die DE-Kader-Norm erreichten, verweisen. Alles zusammen reicht, um den Titel zu verteidigen. Die Freude über die erneute Ernennung ist nicht nur aufseiten des Leichtathletik-Abteilungsleiters Steffen Weihe und der Vereinsvorsitzenden Doreen Schnoor vorhanden. Auch Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler sagt mit Stolz: „Das bedeutet sowohl eine Anerkennung, dass unsere Sportanlagen den hohen Ansprüchen entsprechen. Es ist aber umso mehr Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass unsere Sportler weiterhin gute Bedingungen vorfinden.“ Die erhoffen sich auch die Trainer.

„Die Unterstützung der Stadt ist großartig“, sagt Steffen Weihe und freut sich. Immerhin sind im Jahr 2010 mehr als 1,1 Millionen Euro in die Sanierung der Anlage am Tannenberg geflossen. Ein Großteil konnte mit von der Stadt eingeworbenen Fördermitteln finanziert werden. Dennoch gibt es Kritikpunkte, die Steffen Weihe nicht unerwähnt lassen möchte. Leider würden einige Hundebesitzer die Weitsprunggruben als Klo für ihre Vierbeiner nutzen. „Oft sind auch Steine darin zu finden, die zu erheblichen Verletzungen führen können“, führt er aus. Er wünscht sich abschließbare Abdeckmatten, aber die kosten Geld. „An den Beispielen ist zu erkennen, wie wichtig es ist, dass der Bauhof und das Bauamt in ständigem Kontakt mit den Vereinen sind, damit Reparaturen oder kleine Investitionen umgesetzt werden und die Anlage in Schuss bleibt“, sagt Lars Prahler. Eine Flutlichtanlage für den Hauptplatz aber werde es nicht geben. Gern würden die Trainer bei gutem Wetter auch in der dunkleren Jahreszeit auf dem Platz trainieren. Ohne Licht aber sei das schwierig, so Robert Siemund.

Ein Ärgernis seien zudem die Hallenzeiten am Gymnasium unter Trägerschaft des Landkreises. In den Ferien sind die Türen verschlossen und das Training muss für viele Gruppen ausfallen. „Wir nutzen auch die Sport- und Mehrzweckhalle und die Halle in Damshagen“, zählt Steffen Weihe auf. Für alle Trainingsgruppen aber reichen die Kapazitäten nicht aus. Nach Aussage von Dirk Möller, Sportkoordinator im Verein, würde es intensive Gespräche mit dem Kreissportbund geben, um eine Lösung zu finden.

Die Sportanlage am Tannenberg ist – bis auf die Kreisjugendspiele – keine Wettkampfanlage. Steffen Weihe weiß warum: „Es gibt kein offizielles Vermessungsprotokoll.“ Soll heißen: Niemand weiß, ob zum Beispiel die 50 Meter-Bahn tatsächlich auch so lang ist. Würde ein neuer Landesrekord gelaufen, wäre dieser nichtig. Außerdem seien die Weitsprung- und die Kugelstoßanlagen zu kurz. Für solch ein Protokoll müsste der Verein oder die Stadt richtig viel Geld in die Hand nehmen – das nicht da ist. „Für unser Training und den Schulsport ist die Anlage super und ausreichend“, betont Weihe.

Jana Franke

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