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Startschuss für Vier-Sterne-Hotels?

Boltenhagen Startschuss für Vier-Sterne-Hotels?

Strandhotel und Tarres Resort werden seit Jahren geplant / Bagger könnten 2018 anrollen.

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Foto links: Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Tarnewitz soll das Tarres Resort mit Schwimmbad und Wellnes-Bereich entstehen.

Quelle: Fotos: Malte Behnk

Boltenhagen. Im Ostseebad Boltenhagen könnten bald die lange ersehnten Baufahrzeuge anrücken, um zwei neue Hotels zu bauen, die seit Jahren geplant werden und von der Gemeinde dringend gewünscht sind.

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Strandhotel und Tarres Resort werden seit Jahren geplant / Bagger könnten 2018 anrollen.

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Für das Strandhotel, das an der Ostseeallee gegenüber der ehemaligen Gemeindeverwaltung entstehen soll, muss zwar noch mal eine Sitzung des Bauausschusses einberufen werden, um minimale Veränderungen zu klären. Aber die Gemeindevertretung könnte in einer der nächsten Sitzungen ihren abschließenden Beschluss fassen. Dann könnte im März der Bauantrag gestellt werden. Seit 2010 verhandelt die Gemeinde mit dem Investor Job von Nell über den Bau. Immer wieder hatte es neue Diskussionen über Veränderungen der Architektur und über eine mögliche ungewollte Nutzung für Ferienwohnungen gegeben.

Der jetzige Entwurf mit zwei Gebäuden, die von der Mittelpromenade getrennt sind, aber durch einen Brückengang verbunden werden, stößt bei den Politikern auf Zustimmung.

Für das Tarres Resort, das auf dem ehemaligen Kasernengelände in Tarnewitz gebaut werden soll, werden voraussichtlich noch einige Sitzungen mehr notwendig sein. „Der Entwurf des Bebauungsplans hat öffentlich ausgelegen, und wir bearbeiten jetzt die Stellungnahmen, die es dazu gegeben hat“, sagt Planer Martin Hufmann, der das Projekt bei der Stadt- und Regionalplanung Wismar betreut. Ob der von der Primus Immobilien AG als Bauherr angestrebte Baubeginn im Frühjahr 2018 zu halten ist, kann der Planer nicht einschätzen. Das hänge davon ab, wie die Gemeinde mit eingegangenen Stellungnahmen von Behörden, Verbänden und Einwohnern umgehe.

Vorbereitet ist auf dem ehemaligen Kasernengelände zumindest schon einiges. So waren Anfang des Jahres bereits knapp 80 Bäume auf dem Gelände gefällt worden, die bei einer Begehung mit dem Förster und einem Baumsachverständigen als Gefahr eingestuft worden waren. „Das ist alles transparent und mit Genehmigungen abgelaufen“, betont der Planer. Das bestätigt auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises. Mit Baustart würden aber weitere Bäume fallen, sagt Hufmann. Dazu wurde eine detaillierte Liste der Pflanzen angefertigt, die zum größten Teil in den vergangenen Jahrzehnten wild auf dem Areal gewachsen sind. „Es gibt aber auch einige schöne, große Bäume, die unbedingt erhalten werden sollen“, sagt Hufmann. Die Bäume sollen die parkartige Landschaft des Hotelgrundstückes prägen.

338 Bäume und Gehölze wurden in einer Liste erfasst, davon sollen 34 erhalten bleiben. 223 der erfassten Bäume unterliegen dem Naturschutzausführungsgesetz des Landes und der Baumschutzsatzung der Gemeinde. Für die Fällung von 137 dieser geschützten Bäume wurden Ausgleichsmaßnahmen festgelegt, so dass zwischen einer und bis zu zehn Pflanzen für eine gefällte neu gesetzt werden. Da für diese Ausgleichspflanzungen von insgesamt 272 Bäumen weder auf dem Hotelgrundstück noch im restlichen Gemeindegebiet genügend Platz ist, soll eine Ausgleichszahlung geleistet werden.

Beide neuen Hotels sollen Unterkünfte im Vier-Sterne-Segment werden. Das Tarres Resort wird zudem einen großen Wellness-Bereich und ein Schwimmbad sowie Cafés und Restaurants bekommen, die nicht nur von Hotelgästen, sondern auch von Besuchern genutzt werden können. Dadurch verspricht sich Boltenhagen eine positive Entwicklung im Reigen der Urlaubsorte. Das ist aus Sicht von Anett Bierholz, Geschäftsführerin des Verbandes Mecklenburgische Ostseebäder, dringend notwendig: „Alle anderen Ostseebäder im Land haben sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Lediglich Boltenhagen stagniert.“

Malte Behnk

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