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Nordwestmecklenburg Stelen sollen auch in Selmsdorf erinnern
Lokales Nordwestmecklenburg Stelen sollen auch in Selmsdorf erinnern
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20:15 05.02.2016
Volker Jakobs vor einer Stele. Der Historiker und Geschichtsschreiber aus Neuenhagen hatte bereits an einigen Stelen mitgearbeitet. Die Selmsdorfer hoffen auf seine Unterstützung. Dirk Hoffmann (2), Jürgen Lenz Quelle: Fotos: Archiv,

In Pötenitz, Johannstorf, Dassow, Barendorf, Rosenhagen, Schwanbeck, Volkstorf, in Musenest bei Brook und auch Schwanbeck waren im vergangenen Jahr Stelen als markante Punkte der ehemaligen innerdeutschen Grenze aufgestellt worden. Mit einigen Daten und Fakten zum Ort, aber auch besonderen Begebenheiten wird hier die Geschichte wachgehalten. Gleiches könnte auch in der Gemeinde Selmsdorf geschehen. Hier sind ebenfalls einige Stelen in der Planung.

Mit dem Grenzturm nahe Dassow, der Kapelle Siechenhaus, der Kontrollstelle Sülsdorf, dem Kasernengebäude, dem Grenzzaun und der ehemaligen Grenzübergangsstelle wurden geeignete Standorte für die vorgesehenen sechs Stelen gefunden. Pläne, auch in dem geschliffenen Dorf Bardowiek eine Stele aufzustellen, wurden mittlerweile verworfen. Stattdessen soll Schritt für Schritt das von der in Dassow-Vorwerk lebenden Angela Radtke initiierte Stelenprojekt „Grenzenlos von Lübeck bis Boltenhagen“ auch in der Gemeinde Selmsdorf realisiert und umgesetzt werden. Doch was soll konkret auf den Stelen stehen, und wer könnte entsprechendes Material liefern? Diese Frage stellte am Donnerstagabend Gabriela Streckert (SPD) als Ausschussvorsitzende auf der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Soziales und Sport. Außerdem machte sie den Vorschlag, dazu eine Arbeitsgruppe zu bilden. Zustimmung bekam sie für diese Pläne unter anderem von Bürgermeister Marcus Kreft (SPD). Seine Idee ist es, Teile der Chronik für die Gestaltung der Stelen zu nutzen.

Neben Gabriela Streckert hat sich auch Christiane Woest bereit erklärt, in dieser Arbeitsgruppe mitzuwirken und die Texte zu erstellen. Ganz wichtig findet es die Historikerin und Chronistin, sich dazu auch mit Zeitzeugen zu unterhalten. Für weitere Informationen und Hinweise, welche Texte und Fotos auf die Stelen kommen könnten, will Gabriele Streckert mit Angela Radtke sprechen. Sie hatte, wie eingangs erwähnt, das Stelenprojekt angeschoben. Christiane Woest kann sich vorstellen, auch Volker Jakobs mit einzubinden. Der Historiker und Geschichtsschreiber aus Neuenhagen hatte bereits an einigen Stelen mitgearbeitet. „Er könnte sicher auch Material für weitere Stelen liefern“, argumentierte Christiane Woest. Zumindest sollte man diese Möglichkeit in Erwägung ziehen, wie die Ausschussmitglieder meinten.

Wann die erste Grenzstele auf Selmsdorfer Gemeindegebiet aufgestellt werden kann, lässt sich derzeit allerdings noch nicht sagen. Selmsdorf hat zwar beim zuständigen Landesministerium einen Fördermittelantrag gestellt. Die Zusage — das Land fördert die 1500 Euro teuren Stelen mit 90 Prozent — fehlt aber noch. Sobald das geschehen ist, soll das Projekt mit Leben erfüllt werden. Deshalb befassen sich die Selmsdorfer — wie am Donnerstagabend der Ausschuss für Kultur, Soziales und Sport — bereits jetzt sehr detailliert mit diesem Thema.

Unabhängig von den Selmsdorfer Bemühungen soll im Frühjahr in Prieschendorf die 10. Stele in diesem Projekt aufgestellt werden. Dafür hatte es im vergangenen Jahr eine Förderzusage von Anne Drescher, Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (LStU), aus Schwerin gegeben.

Dirk Hoffmann

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