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Nordwestmecklenburg Stichwahl in Grevesmühlen: Lars Prahler gegen Uwe Wandel
Lokales Nordwestmecklenburg Stichwahl in Grevesmühlen: Lars Prahler gegen Uwe Wandel
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02:16 06.09.2016
Sie stellen sich am 18. September zur Stichwahl in Grevesmühlen: Lars Prahler (links) und Uwe Wandel. Quelle: Michael Prochnow

Die Einwohner von Grevesmühlen müssen in zwei Wochen erneut zur Wahl. Am Sonntag um 22.45 Uhr stand das Ergebnis fest: Lars Prahler (kandidiert für die CDU) erreichte zwar mit 37,4 Prozent die meisten Stimmen, für die absolute Mehrheit reichte es aber nicht. Uwe Wandel (Die Linke) landete auf dem zweiten Platz. Somit kommt es am 18. September zu einer Stichwahl.

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Am 18. September müssen die Wähler erneut ihre Stimme abgeben / Die Kandidaten der CDU und der Linken lagen bei der Bürgermeisterwahl vorn / Wahlbeteiligung: 58 Prozent.

„Damit hatte ich gerechnet. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagte am Sonntag Uwe Wandel, als das Ergebnis der Bürgermeisterwahl gegen 22.50 Uhr feststand. Der Unternehmer, der für die Linken antritt, erreichte 28,7 Prozent der Wählerstimmen. „Ich hoffe jetzt, dass die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl in zwei Wochen nicht so niedrig ist wie es früher der Fall war.“ Die spannende Frage ist nun, in welche Richtung sich die Wähler bewegen, die gestern ihre Stimme Stefan Baetke, Christiane Münter und Uwe Bendiks gegeben hatten. „Es ist auf jeden Fall nicht aussichtslos“, so Uwe Wandel, der neben seinem Job als Unternehmer ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Gägelow ist.

Erleichtert zeigte sich auch Lars Prahler. Grevesmühlens Bauamtsleiter, der von der CDU aufgestellt worden ist, lag mit 37,4 Prozent deutlich vorn. „Ich bin zuversichtlich, was die Stichwahl in zwei Wochen betrifft. Wir haben ein gutes Ergebnis eingefahren, das macht Hoffnung.“

Überrascht hat Uwe Bendiks gestern Abend mit 17,0 Prozent der Stimmen. „Ich bin mehr als zufrieden. Ich habe mit 16 Prozent gerechnet“, erklärte er. Erfreut zeigte sich auch seine Frau Sabine. „Als Einzelbewerber ohne Partei im Rücken und ohne großen Wahlkampf ist das Ergebnis großartig.“ Gelassen habe ihr Mann dem Wahltag entgegengesehen, erzählte sie. „Ich bin noch bis morgens um 6 Uhr Taxi gefahren, habe bis mittags geschlafen und dann waren wir bei unseren Kindern. Gegen 16 Uhr waren wir wählen und haben uns dann langsam auf den Wahlabend vorbereitet“, so Uwe Bendiks.

Enttäuschung hingegen im Lager der SPD, die Stefan Baetke ins Rennen geschickt hat. Er erreichte 11,6 Prozent. „Ich hatte gehofft, dass sich der Trend der Landtagswahl, was die SPD betrifft, auch hier in Grevesmühlen zeigt“, gab er zu. Und: „Ich engagiere mich seit Jahren politisch in Grevesmühlen. Schade, dass das nicht honoriert wurde.“

Mit 5,4 Prozent der Stimmen sieht sich die Christiane Münter nicht als Verliererin. „Meine Kandidatur war ein Angebot und ich finde es toll, dass sich in der Demokratie so viele Kandidaten gestellt haben.“ Auch sie ist als Einzelbewerberin angetreten. Und die Leute, die ihr Kreuz bei ihr gemacht haben, „haben mich gewählt, Christiane Münter mit allen Ecken und Kanten.“ Die Nacht zuvor habe sie sehr schlecht geschlafen, erzählte sie, machte nach ein Mittagsschläfchen, um frisch erholt ins Rathaus zur abendlichen Wahlparty zu kommen. „Egal, wer jetzt Bürgermeister wird, es geht um die Stadt und nicht um die Person“, sagte sie abschließend. Mit Herzklopfen verfolgte auch Grevesmühlens amtierender Bürgermeister Jürgen Ditz (parteilos) die Ergebnisse: „Ich bin aufgeregter als bei meiner eigenen Wahl.“

Seine Kandidatur zuerst bekanntgegeben hatte übrigens Lars Prahler im Sommer vergangenen Jahres. Dann folgten Stefan Baetke, Uwe Wandel, Christiane Münter und Uwe Bendiks. Festzustellen bleibt, dass der Wahlkampf der Bürgermeisterkandidaten in Grevesmühlen ohne große Töne über die Bühne ging. Beim Forum vor knapp zwei Wochen, als sich rund 140 Besucher die Diskussionsrunde zwischen den fünf Bewerbern ansahen, ging es in erster Linie um die Ziele der einzelnen Kandidaten. Eine Auseinandersetzung wie auf Landesebene, das gab es in Grevesmühlen nicht.

Michael Prochnow und Jana Franke

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