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Nordwestmecklenburg „Stolz auf das, was wir Frauen gemeinsam erreicht haben“
Lokales Nordwestmecklenburg „Stolz auf das, was wir Frauen gemeinsam erreicht haben“
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20:19 18.01.2016

Dr. Andreas Wagner, Leiter des Schlagsdorfer Museums Grenzhus, ist zufrieden. Die Eröffnungsfeier der Wanderausstellung „25 Jahre Mauerfall — was Frauen bewegt(e)“ war gut besucht, „und wir hatten eine spannende Diskussion“. Eine Diskussion, da stimmten sowohl die Frauen auf dem Podium als auch ihre Zuhörer überein, die gern noch länger hätte dauern dürfen. Denn das Thema ist vielschichtig, ergiebig, spannend — und kontrovers. Die Gleichstellungsbeauftragten der Hansestädte Wismar und Lübeck haben die Ausstellung initiiert, die übrigens im September 2014 in Lübeck und einen Monat später in Wismar erstmals gezeigt wurde. Damals, so erinnert sich Teilnehmerin Anke Kock, sei es ein frauenpolitischer Kontext gewesen, „heute ist es eher ein kommunalpolitischer Kontext — allein das finde ich schon spannend“.

Was offenbart uns der Blick zurück? Wie hat die so genannte Wende das Leben von Frauen verändert? Ist die Unterscheidung von Ost und West noch wichtig? Wie sehen sich die Frauen aus Ost und West in Gemeinsamkeiten und Unterschieden? Die Gleichstellungsbeauftragten der Hansestädte Wismar und Lübeck, Petra Steffan und Elke Sasse, gaben eine Einführung in die Ausstellung und stellten dann die übrigen vier Frauen auf dem Podium im Gespräch vor: Annette Beleites, Biologin aus Schwerin, die sich schon zu DDR-Zeiten im Umweltschutz engagiert und dabei „leicht mal mit einem Bein im Knast“

stand. Gabriele Heise, Journalistin aus Hamburg, die im Journalistinnenbund auf Frauen aus dem Osten stieß. Ingrid Schafranski, Politikerin aus Gadebusch, im Sperrgebiet aufgewachsen. Und schließlich Anke Kock, Sozialpädagogin aus Lübeck, die aus ihrer Arbeit im Frauenhaus Lübeck aus nächster Nähe weiß, wie viele Frauen auch aus dem Osten den Schutz einer solchen Institution brauchten.

Natürlich hat jede einzelne von ihnen ganz individuelle, zum Teil sehr emotionale Erinnerungen an den Mauerfall. Aber so, wie Ingrid Schafranski und Petra Steffan heute voller stolz auf „ihre“ Städte und deren Entwicklung seit der Wende blicken, so liegt Anke Kock daran, nicht das ganze Große aus den Augen zu verlieren. Ihr spezielles Anliegen ist es, den Fall der Mauer und die Zeit danach auch in Relation zur heutigen Flüchtlingsdebatte zu sehen.

„25 Jahre Mauerfall. Was Frauen bewegt(e)“: bis 31. März im Grenzhus, Neubauernweg 1, Schlagsdorf, ☎ 038875/20326. Montags bis freitags 10 bis 16 Uhr, sonnabends und sonntags 10 bis 18 Uhr. Café Grenzstein: sonnabends und sonntags 12 bis 18 Uhr

teo

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