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Nordwestmecklenburg Strandpromenade gleicht einer Seenlandschaft
Lokales Nordwestmecklenburg Strandpromenade gleicht einer Seenlandschaft
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20:20 14.12.2015
In großen Pfützen steht das Regenwasser auf der Strandpromenade. Autos fahren den Sandweg immer wieder kaputt. Quelle: Malte Behnk

Auf der Strandpromenade im Ostseebad Boltenhagen reiht sich in einigen Abschnitten Pfütze an Pfütze. Viele Bewohner sprechen schon von der Mecklenburgischen Seenlandschaft zwischen Strand und Küstenwald. Dabei soll die Strandpromenade eines der Aushängeschilder für Touristen sein. Schuld an den vielen Schlaglöchern und Pfützen sind Autos. Immer wieder befahren Lieferanten oder auch Privatleute die Strandpromenade. Sobald sich eine Pfütze gebildet hat, waschen die Autoreifen sie immer weiter aus.

Gemeindevertreter Kay Grollmisch (ptl.) hat den Zustand der Promenade und das illegale Befahren schon oft kritisiert. „Wir haben als Gemeinde die Pflicht, die Wege in Ordnung zu halten und wir müssen auch dafür sorgen, dass auf der Strandpromenade nicht gefahren wird“, sagt er. „Es hat mal Poller an den möglichen Zufahrten gegeben. Die sind aber schon lange weg“, weiß Grollmisch, der inzwischen von fließendem Verkehr auf der Strandpromenade spricht.

Während der Sitzung des Kurbetriebsausschusses kritisierte auch Ausschussmitglied Horst Piankowski den Zustand. „Ich finde es traurig, dass die Strandpromenade etwas stiefmütterlich behandelt wird.“

Kurdirektorin Claudia Hörl entgegnete: „Ich denke, dass die Anlieger die Strandpromenade stiefmütterlich behandeln, indem sie sie ständig befahren.“ Lieferanten für Unternehmen, der Reinigungsservice der öffentlichen Toiletten und Urlauber auf dem Weg zur Ferienwohnung würden mit dem Auto die Strandpromenade nutzen. „Viele Vermieter geben für ihre Ferienwohnung gern die Strandpromenade als Adresse an. Das geben die Urlauber in ihr Navi ein und landen auf dem Weg für Fußgänger“, beschreibt Horst Piankowski seine Beobachtungen.

Die Kurverwaltung bemüht sich immer wieder auftretende Schäden zu beseitigen. Jedes Jahr wird dafür Geld eingeplant. Die großen Pfützen können jetzt aber nicht einfach mit Sand aufgefüllt werden.

Dazu müsste der Boden erst trocknen. Im Jahr 2012 hat die Kurverwaltung den östlichen Bereich der Promenade zwischen „Deutschem Haus“ und Restaurant „Zur Düne“ schon für 25000 Euro sanieren lassen, berichtete Claudia Hörl. Inzwischen haben sich in dem Bereich aber wieder etliche Pfützen gebildet.

In der Gemeindevertretung wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass geplant sei, eine neue Dünenpromenade zu bauen. Wenn sie fertig sei, könne man die Strandpromenade langfristig erneuern. Für Gemeindevertreter Kay Grollmisch ist das jedoch kein Grund, die Strandpromenade nur notdürftig zu reparieren. „Ob sie überhaupt gebaut wird, ist ja noch gar nicht beschlossen“, argumentiert er. Aus seiner Sicht sollte die Strandpromenade sogar gepflastert werden. „Man sollte sie nach und nach vernünftig befestigen. Dann wäre der Weg auch besser zu reinigen“, sagt Grollmisch. Zudem meint er:

„Inzwischen ist der Weg schon so ausgefahren, dass das Wasser nicht mehr ordentlich ablaufen kann.“

2003 war die 3,5 Kilometer lange Strandpromenade für insgesamt 850000 Euro neu gestaltet worden. Vom Land gab es dafür 638000 Euro. Vermutungen einiger Kommunalpolitiker, dass schon beim Bau der Promenade Fehler gemacht wurden, wurden bislang immer zurückgewiesen.

Malte Behnk

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