Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Streetworker Sascha Hensel: der Neue für Selmsdorfs Jugend
Lokales Nordwestmecklenburg Streetworker Sascha Hensel: der Neue für Selmsdorfs Jugend
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:46 24.02.2016
Sascha Hensel (35) arbeitet als Streetworker für den Internationalen Bund — ab März auch in der Gemeinde Selmsdorf. Quelle: Jürgen Lenz

 Ihr Nachwuchs ist mittlerweile im Jugendalter.„Wir müssen uns um die Jugendlichen kümmern und wollen ihnen Angebote machen“, sagt der Selmsdorfer Bürgermeister Marcus Kreft (SPD). Im März beginne ein „neuer Weg, den die Gemeinde beschreitet.“

Selmsdorf setzt jetzt auf die „Streetwork“ genannte mobile Jugendarbeit. Sascha Hensel erklärt: „Ich suche die Jugendlichen dort auf, wo sie sich im öffentlichen Raum aufhalten.“ Der Streetworker will den jungen Menschen Projekte und Unterstützung anbieten — auch, wenn es darum geht, Schwierigkeiten mit der Familie, Konflikte mit dem Gesetz oder alltägliche Probleme zu bewältigen.

„Wichtig ist erst einmal, Jugendliche kennenzulernen und dass eine Vertrauensbasis entsteht“, erläutert Sascha Hensel. Er betont: „Ich zwinge niemanden, sich zu öffnen. Es muss alles von den Jugendlichen kommen.“ Von ihnen hänge es auch ab, ob er Angebote zur Freizeitgestaltung organisiert — und welche. Er setze viel auf Mitsprache. Wenn er etwas nicht selbst bearbeiten könne, versuche er an die passende Institution oder Person weiterzuvermitteln. Dabei sei klar: „Ich habe eine berufliche Schweigepflicht.“ Sascha Hensel arbeitet bereits als Streetworker in den Lübecker Stadtteilen Sankt Gertrud und Kücknitz. Seine Arbeitszeiten in der Gemeinde Selmsdorf — zehn Stunden pro Woche — will er nach den Bedürfnissen der Jugendlichen richten.

Sascha Hensel arbeitet für den Internationalen Bund (IB), einen deutschlandweit tätigen Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit. Den Kontakt zwischen Selmsdorf und dem IB hat Ulrich Gühlcke (SPD) hergestellt. Das Mitglied des Selmsdorfer Gemeindeausschusses für Jugend, Schule und Bildung sagt, Mitarbeiter des Internationalen Bundes hätten in Lübeck rasch das Vertrauen von Jugendlichen gewonnen, mit ihnen Probleme bewältigt, Situationen entschärft und aus einem „Problemplatz“ in der Hansestadt einen „Platz der Begegnung zwischen drei Generationen gemacht.“

 Kontakt zu Sascha Hensel: sascha-2.hensel@internationaler-bund.de, ☎ 0157/76647737

Jürgen Lenz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige