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Nordwestmecklenburg Streit um Zufahrt zum Biohotel
Lokales Nordwestmecklenburg Streit um Zufahrt zum Biohotel
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20:19 21.09.2013

Die Straße in Stellshagen ist im Bereich ab Dorfstraße 17 bis zur Abzweigung in die Lindenstraße in einem so schlechten Zustand, dass dort ein älterer Herr gestürzt ist und sich verletzt hat. Dies nahm Mandy Krüger, Bürgermeisterin der Gemeinde Damshagen, jetzt zum Anlass, den Gemeindevertretern einen Antrag auf Ausbesserung der Straße vorzulegen. Die Politiker sollten entscheiden, ob der 210 Meter lange Abschnitt für geschätzte 8500 Euro geflickt oder mit einer neuen Asphaltdecke für 29 000 und 33 000 Euro repariert werden soll.

„Ich habe ein Problem damit, dass dies jetzt auf der Tagesordnung steht. Wir hatten gerade erst eine Bauausschusssitzung“, beklagte sich Willi Heidmann (SPD), nicht nur Gemeindevertreter, sondern auch Bauausschussvorsitzender. Seiner Ansicht nach sei jegliche Reparatur vor dem Winter „rausgeschmissenes Geld. Das hält nicht. Ich würde empfehlen, gar nichts zu machen“.

Torsten Kumbernuß (Linke) hingegen sprach sich dafür aus, „die Straße so weit instandzusetzen, dass sie keine Gefahr mehr ist“. Auch Mandy Krüger plädierte dafür die Zufahrt zum Gutshaus Stellshagen, bei dem es sich immerhin um das erste Biohotel des Landes handele, zu verbessern. „Die Straße sieht schon länger so schlecht aus“, sagte sie. Sie musste aber Kritik dafür einstecken, dass sie ohne den Bauausschussvorsitzenden ein Vor-Ort-Gespräch mit der Hotelchefin Gertrud Cordes geführt hatte. Für eine erste Kostenschätzung sei eine Fachfirma zu Rate gezogen worden, erklärte die Bürgermeisterin. Da die Schäden in der Asphaltdecke bereits erheblich sind, sei ein teilweises Flicken der Löcher mit Kalt-Asphalt durch den Bauhof in großen Bereichen nicht mehr möglich. Das Bauamt hatte daher eine großflächige Oberflächenreparatur empfohlen, die anschließend mit Splitt abgedeckt wird. Dies wäre die kostengünstige Variante. Bei der teuren bekäme die Straße eine Asphaltdecke in Heißbauweise.

Fördermittel gebe es in keinem Fall, berichtete Mandy Krüger. Die Gemeinde habe sich unter anderem „über die touristische Schiene“ darum bemüht, jedoch vergeblich. Das stieß bei Heidmann auf Unverständnis: „Kalkhorst kriegt zwei Maßnahmen gefördert, wir nichts“, sagte er. Sylvia Radtke (SPD) regte an, die Entscheidung zwischen den beiden Varianten zunächst im Bauausschuss beraten zu lassen, dessen Mitglieder sich intensiver mit der Frage befassen könnten. „Es ist kaum zu verantworten, hier einen so großen Druck zu machen, wenn Flickschusterei nachher nur über einen Winter hält“, meinte sie. Immerhin handele es sich um eine große Maßnahme, „die abgewogen werden muss“. Die Bürgermeisterin verteidigte ihr Vorgehen: „Ich habe eine Dringlichkeit gesehen, wenn sich die ersten Menschen verletzen.“ Dennoch stimmten nur sie und Kumbernuß gegen eine Verweisung der Angelegenheit in den Ausschuss. Die Mehrheit war dafür.

Ulrike Oehlers

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