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Nordwestmecklenburg Talentförderung im Schloss Plüschow
Lokales Nordwestmecklenburg Talentförderung im Schloss Plüschow
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23:43 23.08.2016
Die talentierten Kinder wohnen für die Dauer des Talentcamps im Freizeitheim der evangelischen Kirche in Friedrichshagen.

Im Schloss Plüschow findet in diesen Tagen das Talentcamp 2016 statt. Hier werden besonders begabten Kindern und Jugendlichen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern künstlerische Arbeitsmethoden der Gegenwartskunst vermittelt. In fünf Workshops bekommen die Talente unter anderem Einblicke in die Siebdrucktechnik, das Schattenspiel und Mischtechniken. Vom 21. bis 27. August wohnen und lernen die Kinder im Freizeitheim der evangelischen Kirche in Friedrichshagen.

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Felix Fugenzahn (36) leitet den Siebdruck-Workshop.

Durch die Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist die Teilnahme für die zwanzig Zehn- bis 18-Jährigen kostenlos. „So hat jedes Kind, egal aus welchem sozialen Umfeld es kommt, die Chance auf Förderung.“, erklärt Miro Zahra.

Zusammen mit Daniela Melzig (47) richtet die 56-Jährige zum zweiten Mal nach 2015 das Talentcamp aus. Es ist ein Kooperationsprojekt von „künstler für schüler“, einer Nachwuchskünstler-Frühförderung des Landes MV. Hierbei arbeiten Künstler in Schulen mit den Kindern an unterschiedlichen Kunstprojekten. Die Künstler suchen im Laufe der Arbeit, gemeinsam mit den Lehrern, Talente für das Camp.

„In so ländlichen Gegenden wie in MV ist es besonders schwer für Eltern, ihre Kinder entsprechend zu fördern und zu unterstützen“, meint Zahra, es gäbe nicht mal eine Kunstschule.

Bei den Kindern kommt diese Förderung gut an: „Ich freue mich sehr, hier mitmachen zu dürfen. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.“, erzählt Hanna Falk. Die 10-Jährige malt in ihrer Freizeit gerne Gesichter und Tiere. Besonders toll findet die junge Schwerinerin, dass „man hier gemeinsam Ideen entwickeln und umsetzen kann.“ Ob die Talente irgendwann wirklich Künstler werden, kann Lenny Simon aus Wismar noch nicht genau sagen. Der 13-Jährige würde lieber Grafikdesigner werden, „aber es ist toll, Einblicke in die Techniken zu bekommen und von echten Künstlern zu lernen .“

Das Talentcamp steht in diesem Jahr unter dem Motto „Tradition und Fremde“. Die Tradition vor Ort soll erlebt und künstlerisch verarbeitet werden, „aber aus gegebenem Anlass auch das Fremde“, erklärt Zahra mit Blick auf die Flüchtlinge. „Die Kinder sollen herausfinden, wie viel Bereicherung das Fremde für die eigene Kultur bringen kann.“

Am Sonnabend von 12 bis 16 Uhr können die Kunstwerke der Kinder im Schloss Plüschow bestaunt werden.

 Tobias Bruns

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