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Nordwestmecklenburg Tannenberg-Gymnasium: Jetzt kommt Verstärkung
Lokales Nordwestmecklenburg Tannenberg-Gymnasium: Jetzt kommt Verstärkung
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18:34 21.01.2017
Der Unterrichtsausfall am Gymnasium soll reduziert werden.

Zehn Jahre hat Ute Debold das Gymnasium am Tannenberg in Grevesmühlen geleitet, seit dem Sommer arbeitet sie im Staatlichen Schulamt. Bis heute ist die Nachfolge nicht geklärt. Andrea Großmann agiert seit diesem Schuljahr als kommissarische Schulleiterin. Sie hat sich – ebenso wie einige andere Pädagogen – auf den Posten beworben und wartet auf eine Antwort. „Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass die Personalie bis zu den Winterferien geklärt ist“, sagt die Naturwissenschaftlerin, die Mathematik und Physik unterrichtet. „Aber es wird wohl noch etwas länger dauern.“

Mehr als 600 Schüler von der siebten bis zur zwölften Klasse und 48 Pädagogen, darunter zwei Seiteneinsteiger, gehören zum Grevesmühlener Gymnasium. An Zulauf mangelt es der Schule nicht. Zumindest nicht, was die Schüler betrifft. Bei den Pädagogen wartet Andrea Großmann händeringend auf Verstärkung. Nachdem mehrere Schicksalsschläge im vergangenen Jahr dazu geführt hatten, dass innerhalb kurzer Zeit drei Lehrer ausfielen, suchen Schule und Schulamt nach Lösungen. „Wir werden einen Mathe- und Physiklehrer bekommen, wenn alles glattgeht“, sagt die Schulleiterin. Denn seit Monaten ist die Stelle nicht besetzt, verkürzter Unterricht ist die Folge. Sehr zum Verdruss einiger Eltern.

„Ja, es ist richtig, dass in einigen Jahrgangsstufen der Fachunterricht reduziert werden musste. Die Kollegen haben einen Teil der Stunden ausgeglichen, aber es gibt Grenzen.“ Dennoch, so betont Andrea Großmann, müsse sich niemand Sorgen machen, dass in Vorbereitung auf das Abitur Lernstoff fehlen würde. „Wir wissen um das Problem, und wir wissen auch, wie wir den Unterricht gestalten, damit die Schüler alles lernen, was sie brauchen.“

Unterstützung erhalten die Pädagogen unter anderem von zwei Seiteneinsteigern, die derzeit am Grevesmühlener Gymnasium unterrichten. „Das sind Fachleute, die uns wirklich sehr helfen. Aber eine Dauerlösung kann das nicht sein, um die fehlenden Pädagogen zu ersetzen.“ Es ist eine Tatsache, dass Fachlehrer fehlen, und zwar nicht nur in Grevesmühlen. Dass die Gehälter der Lehrer inzwischen angepasst wurden, sei laut Andrea Großmann ein wichtiger Schritt. „Auch die Verbeamtung hat dazu beigetragen, den Beruf attraktiver zu machen. Aber es gibt noch viele andere Faktoren wie die Stundenzahl et cetera, die eine Rolle spielen.“ Auch genügend Fachleute, die sich für den Job in den Schulen interessieren, gebe es durchaus. Nur brauche es für den Lehrerjob eben auch andere Voraussetzungen. „Vor einer Klasse zu stehen mit 28 Schülern, das ist eine besondere Herausforderung.“

Ziel der kommissarischen Schulleiterin ist nicht nur, die Nachfolge von Ute Debold dauerhaft anzutreten, sondern auch weite Teile ihrer Arbeit fortzusetzen. „Da, wo wir heute stehen, das haben wir auch Ute Debold zu verdanken. Dass wir als MINT-Schule (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, Anm. d. Red.) anerkannt sind und viele andere zusätzliche Angebote haben, das soll auch künftig so bleiben.“

Überzeugen von dem Angebot konnten sich die Eltern am Freitagabend beim Tag der offenen Tür. Von 17 bis 19 Uhr zeigten Schüler, Lehrer und der Schulförderverein, was alles im Gymnasium am Tannenberg steckt.

Michael Prochnow

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