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Nordwestmecklenburg Thünen-Forscher: Mehr Fisch auf den Tisch!
Lokales Nordwestmecklenburg Thünen-Forscher: Mehr Fisch auf den Tisch!
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21:12 05.02.2018
Fischen für die Forschung: Das Thünen-Institut untersucht in der Fangzeit bis zu 300 Kilogramm Fisch pro Tag. Quelle: Fotos: Thünen-Institut Für Ostseefischerei
Rostock

Der Heißhunger der Menschheit auf Fleisch wächst – mit dramatischen Folgen: Nährstoffe wie Phosphor gehen zu Neige, riesige Waldflächen werden abgeholzt und zu Weideland. „Wir müssen unseren Fleischkonsum senken. Und wenn wir nicht alle Vegetarier werden wollen, dann ist Fisch die sinnvollste Alternative“, sagt Dr. Christopher Zimmermann. Der Biologe leitet das Thünen-Institut für Ostseefischerei in Rostock. Die wichtigste Aufgabe der Forscher: „Wir wollen dafür sorgen, dass die Ressource Fisch in der Ostsee nachhaltig genutzt wird und genutzt werden kann.“

„„Mecklenburg ist für Forscher der ideale Standort: Wir haben hier viele gute Einrichtungen, mit denen wir kooperieren.“ Dr. Christopher Zimmermann Leiter des Thünen-Instituts, Rostock

Der Sitz des Institutes ist im Fischereihafen. Das ist nicht nur passend, sondern auch sinnvoll: Denn die Thünen-Forscher sind bis zu 260 Tage pro Jahr mit ihren drei eigenen Schiffen auf See – und fischen. „Wir überwachen die wilden Fischbestände“, sagt Zimmermann. In den Hauptfangzeiten landen bis zu 300 Kilogramm an Dorschen und anderen heimischen Fischarten auf den Labor-Tischen der Wissenschaftler. „Die Tiere werden vermessen und gewogen. Wir analysieren die Mageninhalte und die Leberwerte“, sagt Zimmermann. „Aus diesen Daten wollen wir Rückschlüsse auf die Bestände und ihre Entwicklung ziehen.“ Bei Fischern sind die Fachleute, die im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung arbeiten, nicht nur beliebt: Die Ergebnisse der ThünenForscher fließen unter anderem in die Fangquoten ein, die von der Europäischen Union festgelegt werden. „Wilder Meeresfisch ist das perfekte Nahrungsmittel“, erklärt Zimmermann. „Unsere Aufgabe ist es, zu ermitteln, wie viel Fisch wir fangen können, ohne die Population zu gefährden.“

Die rund 70 Mitarbeiter des Thünen-Institutes untersuchen aber nicht nur die Bestände, ihren Zustand und die Einflüsse der Menschen auf das Ökosystem. Zimmermann: „Wir arbeiten auch an neuen, schonenden Fangmethoden.“ So entwickelt das Rostocker Institut mit der Industrie Schleppnetze, die den Meeresgrund schonen, und Vorrichtungen, die verhindern sollen, dass Schweinswale in die Netze geraten.

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