Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Tierfotografen dokumentieren die Entwicklung der Schalsee-Region
Lokales Nordwestmecklenburg Tierfotografen dokumentieren die Entwicklung der Schalsee-Region
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:18 25.07.2016

Schlagsdorf Andreas Wagner hat ganz schön geschwitzt in den zurückliegenden Tagen. Und das lag nicht nur an den erfreulich hochsommerlichen Temperaturen. Die Schweißperlen auf der Stirn waren der Entscheidung des Amtes für das Biosphärenreservat geschuldet, die Ausstellung „Natur und Grenze“ vom Dachgeschoss des Schlagsdorfer Museums Grenzhus an einen anderen Ort zu verlegen. Nun musste ganz schnell eine Lösung her, denn Wagner, Leiter des Grenzhus’, ist seit gestern im Urlaub. Schnell wurde also am Sonntag die Ausstellung „Naturbegegnungen.

Bei der Vernissage stellt sich Fotografin Claudia Müller aus Neubrandenburg den Fragen des Besuchers und Hobbyfotografen Ulrich Nasgowitz aus Ahrensburg. Quelle: Dorothea Baumm

Unesco Biosphärenreservat Schaalsee – ein fotografisches Porträt“ eröffnet.

Schnell eröffnet: ja. Aus der Not geboren: ja. Eine Notlösung? Nein! „Das ist etwas ganz Eigenes, Gutes geworden, mehr als eine Sonderausstellung“, stellt Wagner erfreut fest. Zu sehen sind Arbeiten von Mitgliedern der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT). Die ausgewählten Arbeiten sollen deutlich machen, was nach dem Fall der innerdeutschen Grenze aus der Landschaft geworden ist, wie sie sich verändert hat. „Unsere Botschaft mit dieser Ausstellung ist: Achtung, wir haben hier etwas ganz Wertvolles, das es künftig zu bewahren gilt“, macht Wagner deutlich.

Claudia Müller gab im Namen der Fotografen eine kurze Einführung. Sie verwies darauf, dass die Besucher auf dem Weg zu den Fotografien ja auch die Dauerausstellung im Haus passieren und idealerweise betrachten könnten. Erinnerungen an die ehemalige Grenze, den sogenannten Todesstreifen, die Zweiteilung Deutschlands. „Im Dachgeschoss erwartet Sie dann die positive Perspektive. Verstehen Sie es als Einleitung, nach draußen zu gehen, die Region und die wunderschöne Landschaft zu entdecken.“

Die Arbeiten sind eine Auskopplung aus einem Projekt, das Mitglieder der Regionalgruppe der GDT im Winter 2014 starteten. Monatelang waren sie in der Schaalsee-Region unterwegs und brachten großartige Aufnahmen von ihren Streifzügen mit, zum Teil in ungewohnten, noch nie gesehenen Perspektiven und Detailaufnahmen.

„Naturbegegnungen. Unesco-Biosphärenreservat Schaalsee. Ein fotografisches Porträt“: bis zum 20. Dezember zu sehen

Adresse: Schlagsdorf, Grenzhus/Dachgeschoss, Neubauernweg 1,

Öffnungszeiten: montags bis freitags 10 bis 16.30 Uhr, Wochenende 10 bis 18 Uhr. Das Café Grenzstein hat jeweils ab 12 Uhr geöffnet.

• Internet: www.grenzhus.de

teo

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ab welchem Punkt werden die Risiken der Atomkraft gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch untragbar?

25.07.2016

Im Grevesmühlener Freibad am Ploggensee waren seit Saisonbeginn im Mai mehr als 8000 Besucher. Damit liegt die Besucherzahl in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

25.07.2016

Noch vier Anläufe sind in diesem Jahr geplant / Ausbau einer Kreuzfahrtpier soll 2017 beginnen.

25.07.2016
Anzeige