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Nordwestmecklenburg Tierpark-Finanzierung ist gesichert
Lokales Nordwestmecklenburg Tierpark-Finanzierung ist gesichert
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22:21 01.07.2013
Die Kattas im Wismarer Tierpark sind nicht nur die der Lieblinge von Tierpflegerin Antje Riek. Durch ihre zutrauliche Art sind sie auf der so genannten Affeninsel längst zum Besuchermagneten geworden. Quelle: Foto: Hans-Joachim Zeigert

Die Hansestadt und der Tierpark Wismar e. V. haben eine Fördervereinbarung für drei Jahre geschlossen. Ein Erbbaurechtsvertrag über die jetzige und die Erweiterungsfläche des Tierparks mit einer Laufzeit von 30 Jahren soll laut Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) schon bald folgen. Damit erhalte der Trägerverein Planungssicherheit für seine Vorhaben, den Tierpark zu entwickeln und noch attraktiver zu machen. Sein jetzt 13 Hektar großes Areal soll durch Flächen am Rande des Bürgerparks auf rund 15,8 Hektar ausgedehnt werden.

Die Fördervereinbarung sieht unter anderem vor, dass die Hansestadt die Personalkosten des Tierparks anteilig mit jährlich 120 000 Euro bezuschusst. Ferner wird sie den anfallenden Erbbauzins in Höhe von 12 630 Euro fördern, sobald der Vertrag geschlossen wurde. Außerdem hilft sie bei der Refinanzierung der einmaligen Kosten des Erbbaurechtsvertrages, der Grunderwerbsteuer, fürs Verkehrsgutachten und die Vermessung des Geländes, für die der Verein insgesamt 45 500 Euro zahlen muss. Nicht zuletzt will die Stadt Investitionen des Tierparks refinanzieren, sofern die Bürgerschaft dies mit gesonderten Beschlüssen befürwortet.

In der Vergangenheit wurde der Tierpark-Verein über die Projektförderung finanziert, das heißt er bekam die Zuschüsse wie alle anderen Vereine in der Hansestadt jährlich ausgereicht. Diese Form der Förderung habe sich allerdings für eine dauerhaft bestehende Einrichtung als unvorteilhaft herausgestellt, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Der Vereinsvorstand und die Mitgliederversammlung haben der Fördervereinbarung und der Absicht, einen Erbbaurechtsvertrag abzuschließen, zugestimmt. Jetzt wurde die Vereinbarung auch von der Bürgerschaft mehrheitlich beschlossen. Sie tritt damit rückwirkend zum 1. Januar 2013 in Kraft und wird bis Ende 2015 gelten. Sollte jedoch bis spätestens 30. Juni 2014 der Erbbaurechtsvertrag nicht zustande gekommen sein, endet die Fördervereinbarung Ende 2014.

Von der Für-Wismar-Fraktion wurde moniert, dass die Stadt die Fördersumme für den Tierpark fast jährlich weiter reduziert habe. Seit 2001 betrage sie jetzt nur noch 65 Prozent bei gleichbleibender Leistung, die der Tierpark erbringe, beziehungsweise trotz der bevorstehenden Flächenerweiterung mit mehr Tieren. „Im Vergleich zu anderen Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern ist die Förderung für den Wismarer zu gering“, kritisierte Fraktionssprecherin Sabine Mönch-Kalina.

Der Bürgermeister erinnerte die Bürgerschaft an ihren Beschluss aus den 1990er-Jahren, mit dem sie einem Trägerverein und dem unterproportionalen Förderverlauf zustimmte. Damit habe sie dem Tierpark zugetraut, dass er eigenständig handeln und Erträge erwirtschaften könne. „Das hat er auch bewiesen und besonders in den letzten Jahren unter dem Vorsitzenden Wolfgang Kühl so solide gewirtschaftet, dass es keine Verluste gab“, erklärte Beyer. Mit dem Erbbaurechtsvertrag werde dem Tierpark eigenständiges, wirtschaftliches Handeln ermöglicht.

Zahlen und Fakten

14 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt der Tierpark, davon vier in Teilzeit.

158375Quadratmeter wird das Tierparkgelände nach der Erweiterung durch Flächen vom Bürgerpark umfassen. Zuvor soll der Erbbaurechtsvertrag zwischen dem Trägerverein und der Hansestadt geschlossen werden.

105000 Besucher etwa kommen pro Jahr in den Tierpark. Die Zahl nahm stetig zu. Mit dem Eintritt von vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder ist er der preiswerteste in MV.

Die Einnahmen wurden laut Wolfgang Kühl, Vorsitzender des Trägervereins, über den Eintritt, die Spielangebote und Futterautomaten stetig erhöht. Die Förderung der Stadt geht seit Jahren zurück. Sie betrug ehemals 60 Prozent der Tierpark-Haushaltsmittel, jetzt sind es 28 bis 30 Prozent.

Haike Werfel

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