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Nordwestmecklenburg Till Backhaus erwandert Region um Schaalsee
Lokales Nordwestmecklenburg Till Backhaus erwandert Region um Schaalsee
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20:35 10.05.2016

„Wo früher Grenzanlagen Lebens- und Kulturräume voneinander trennten, können wir heute eine Landschaft von unschätzbarem Wert erleben.“ Mit diesen Worten würdigte Till Backhaus — Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz — gestern das „Grüne Band“ entlang der Kernzone des Biosphärenreservats Schaalsee. Dort startete er seine viertägige Wanderung durch fünf nationale Naturlandschaften des Landes, vorbei an beispielgebenden Projekten zur Regionalentwicklung. Die gestrige Route führte ihn von Kneese ins 13 Kilometer entfernte Stintenburg.

Till Backhaus, Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommern

Den Arche-Hof des Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow, dem Startpunkt der Wanderung, lobte der Minister vorab für „die großartige Arbeit“ der Mitarbeiter, die Menschen mit Behinderungen eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft mitten im Biosphärenreservat geben und gleichzeitig einen Praxisbezug zur Natur und Landwirtschaft herstellen. Etwa 200 Hektar Grünland und Acker bewirtschaftet der Hof ökologisch, 100 Angus-Rinder beweiden die Flächen. Bei einem Zwischenstopp auf dem Gelände der Mosterei Kneese übergab Backhaus dem familiengeführten Unternehmen einen Förderbescheid in Höhe von 18000 Euro für das Monitoring von Streubobstwiesen. Um die Entwicklung der Streuobstwiesen besser dokumentieren zu können, sollen künftig mit Seminaren, Exkursionen und in Zusammenarbeit mit Schulen Erhebungen zum Artenreichtum durchgeführt und ausgewertet werden.

Vom Gemeindezentrum Lassahn, das für die Sanierung des Sportlerheims bereits 2009 mit mehr als 300000 Euro bezuschusst wurde, ging es weiter ins Brückenhaus am Schaalsee bei Stintenburg, das durch eine 40000 Euro-Förderung des Landes heute in neuem Glanz erstrahlt und Besucher aus nah und fern mit regionalen Speisen lockt.

Alle Projekte stehen laut Backhaus für die „ideale Symbiose zwischen wirtschaftlicher Nutzung und dem Erhalt des Naturerbes“; sie beleben und stärken auf ihre Weise das „soziale Miteinander“ in den Gemeinden des Landes.

LN

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